Apple: Business-Features fürs iPhone

Apple macht das iPhone für den Unternehmenseinsatz attraktiver. Die heute auf einer Pressekonferenz (Aufzeichnung hier) vorgestellte Softwareversion 2.0 bringt zahlreiche Funktionen für Business-Anwender mit, allen voran die Unterstützung von Exchange-Servern via ActiveSync. Das im Oktober angekündigte iPhone-Entwicklerkit für das iPhone ist ab sofort als Betaversion erhältlich. Es ermöglicht die Erstellung von nativer Software für das Smartphone und den iPod touch.

iPhoneDie Softwareversion 2.0 soll Ende Juni allen iPhone-Käufern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ausgewählten Entwicklern gewährt Apple einen Zugang zu Vorabversionen. Die iPhone-Software 2.0 ist Voraussetzung für die Nutzung nativer Anwendungen von Drittherstellern. Als Plattform für den Bezug dient der iTunes Store. Jede Software, die dort angeboten werden soll, muss von Apple geprüft und freigegeben werden. Das Vertriebsmodell sieht folgendermaßen aus: Freeware-Programme können kostenlos in den iTunes Store eingestellt werden, bei kostenpflichtigen Anwendungen und Spielen erhält der Hersteller 70 Prozent des Verkaufspreises, der Rest geht an Apple.

"Die iPhone 2.0 Software wird den App Store beinhalten. Der App Store ist eine neue Anwendung, über die sich das Angebot von Dritthersteller-Programmen durchblättern, suchen, kaufen und sofort drahtlos auf iPhone oder iPod touch herunterladen läßt. Über den App Store erreicht der Entwickler jeden iPhone und iPod touch-Anwender", verspricht Apple.

Um eine bestmögliche Anbindung an Exchange 2003/2007-Server zu gewährleisten, hat Apple die ActiveSync-Technologie von Microsoft lizenziert. Das beliebte Feature "Push E-Mail" hält damit auch auf dem iPhone Einzug. Weitere Neuerungen der iPhone-Softwareversion 2.0 umfassen Unterstützung für Cisco IPsec VPN, Anzeige von PowerPoint-Präsentationen, WPA2 Enterprise mit 802.1x Authentifizierung und zusätzliche Funktionen für den Mail-Client. Apple will die Software auch für den iPod touch anbieten – allerdings gegen eine Gebühr in bislang unbekannter Höhe.

Mit einem Tool soll Administratoren die Arbeit erleichtert werden: "Die iPhone 2.0 Software stellt ein Konfigurationstool zur Verfügung, das den IT-Administrator in die Lage versetzt, möglichst schnell und einfach eine Vielzahl an iPhones aufzusetzen - inklusive Passwortverwaltung, VPN-Einstellungen, digitaler Zertifikate, den E-Mail-Server-Einstellungen und vielem mehr. Ist die Konfiguration einmal festgelegt, kann sie einfach und sicher über Internet-Link oder E-Mail dem jeweiligen Anwender bereit gestellt werden. Um diese dann auf dem iPhone zu installieren, muss der Anwender sich lediglich über seine User-ID oder Passwort authentifizieren, die Konfiguration herunterladen und auf "Installieren" tippen. Danach hat der Anwender Zugriff auf die IT-Services im Unternehmen", so Apple.