Apple Mail 4.2 vs. Entourage 12.2.4 vs. Thunderbird 3.0.3

12. Mär 2010 15:00 Uhr - Gast (nicht überprüft)

E-Mails sind zum täglichen Brot vieler Menschen geworden. Die Anwender haben die Qual der Wahl: Nie war das Angebot an Mac-Programmen für die E-Mail-Kommunikation größer als heute. Mit Entourage von Microsoft, Mail von Apple und Thunderbird von Mozilla unterzieht MacGadget drei Schwergewichte für effektive E-Mail-Jobs einem umfangreichen Test. Lesen Sie, welches Programm zum elektronischen Hauptpostamt gekürt wird.

Zweistufiger Vergleich

Mit dem Softwarevergleichstest zwischen Entourage 12.2.4, Apple Mail 4.2 und Thunderbird 3.0.3 betritt MacGadget Neuland. Nicht weil die Apple Mailelektronischen Postämter erstmals auf Herz und Nieren geprüft werden, sondern weil es sich um eine zweistufige Untersuchung handelt. In der ersten Runde dreht sich alles um die Platzhirsche Entourage, Apple Mail und Thunderbird. Der Sieger dieses Vergleichs muss in einer weiteren Runde beweisen, dass er die Mail-Krone zu Recht trägt. Im zweiten, demnächst erscheinenden Teil überprüfen wir, ob die alternativen Mailclients PowerMail, Postbox und MailForge dem Gewinner das Wasser reichen oder sogar Grenzen aufzeigen können.

Zurück zum Hier und Jetzt: Mit Entourage, Apple Mail und Thunderbird treten nicht nur Programme zur Bewältigung der persönlichen Mail-Flut gegeneinander an. Die drei Testkandidaten vertrauen auch auf grundlegend unterschiedliche Konzepte. Als schlanker Mail-Client bietet das Apple-Programm mit Ausnahme der RSS-Funktion nicht viel mehr als die Möglichkeit, elektronische Post zu empfangen und verschicken. Mit der Adress- oder Terminverwaltung beauftragt Mail seine kongenialen Partnerprogramme iCal oder Adressbuch – für Fotos und Chats zieht Mail iPhoto und iChat heran.

EntourageAls Resultat der freien Entwicklergemeinde vertritt Thunderbird die Unabhängigkeit von allem kommerziellen Gebaren und vertraut auf die Fähigkeiten vieler Enthusiasten, die den Software-Fortschritt aus Interesse an der Sache vorantreiben. Hinsichtlich seines Angebots fällt sofort auf, dass der Donnervogel ein eigenes Adressbuch mit an Bord hat. Kalender- und Terminfunktionen lassen sich per Erweiterungen einbinden.

Noch einen Schritt weiter geht die Microsoft-Kommunikationszentrale Entourage. Das Mac-Pendant zum weit verbreiteten Outlook aus der Windows-Welt lässt sich mit Fug und Recht als komplette Kommunikationssuite bezeichnen. E-Mail, Adressen, Kalender, Notizen und Aufgaben – Entourage bietet alles das unter einer Programmoberfläche.

MacGadget konzentriert sich in diesem Test aber ausschließlich auf die E-Mail-Funktionen, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Look & Feel

ThunderbirdSchon beim Erstkontakt wirkt Apple Mail wie ein guter alter Bekannter für diejenigen, die sich auf dem Mac zu Hause fühlen. Kein Wunder, denn optisch geht die elektronische Postfiliale aus dem Hause Apple keinerlei Experimente ein. Der Look ist an die iLife-Programme angelehnt und vielen Anwendern bestens vertraut. Mit einer neuen Optik geht das mit Version 3.0 grundlegend überarbeitete Thunderbird an den Start. Das Erscheinungsbild ist durchaus gelungen und orientiert sich stärker am Apple-Standard als in den Vorversionen. Dass der Donnervogel aber immer noch Windows-Reste mit sich herumschleppt, zeigt sich an diversen Kleinigkeiten. So ist die Menüaufteilung für angestammte Mac-User nicht immer intuitiv nachvollziehbar und orientiert sich allzu oft an Microsoft-Standards. Außerdem besitzt die Schriftendarstellung auch in der aktuellen Version nicht die Güte von Apple Mail. Oder: Im linken, unteren Bereich des Programmfensters signalisieren zwei übereinander angeordnete Monitore den Online-Status – und verdeutlichen mit der Mini-Grafik, wo die entwicklerische Heimat von Thunderbird liegt. Ähnlich präsentiert sich das Mailfenster: funktionell-nüchtern – und ohne große Emotionen zu erzeugen. Im Gegensatz dazu bietet Apple Mail die gleiche Funktionalität und nimmt dabei gleichzeitig die emotionale Abkürzung in das Herz des Anwenders. Positiv sind dagegen die variablen Darstellungsmöglichkeiten des Open-Source-Programms Thunderbird. Neben der klassischen Ansicht bietet Thunderbird wie Apple Mail die Option, den Nachrichtenbereich zu verbreitern. Außerdem beherrscht der Donnervogel die Darstellung in einer dreispaltigen Ansicht. Apple Mail kann hier nicht mithalten. In Thunderbird lässt sich der Nachrichtenbereich auf Wunsch sogar ganz ausblenden.

Apple Mail

Klassisch und unübertroffen im Look & Feel:
Apple Mail überzeugt mit der intuitiven Bedienung.


Entourage offeriert dem User standardmäßig die Drei-Spalten-Ansicht fällt aber dennoch nicht hinter den Darstellungsumfang von Thunderbird zurück, weil sich auch beim Microsoft-Programm die Aufteilung entsprechend anpassen lässt. Die angesprochene Funktionsfülle von Entourage wird dagegen sofort deutlich: Auf den ersten Blick wirkt das Oberflächenlayout ein wenig unübersichtlich und überladen. Dieser Eindruck verschwindet aber nach einer gewissen Einarbeitungszeit. Auffällig bei Thunderbird: Mit den aus der Browserwelt bekannten Tabs führt die freie Applikation ein neues Feature in die Welt der elektronischen Post ein. Die Entwickler verstehen dies als ein Angebot an die User. Nachrichten lassen sich per Doppelklick oder durch das Drücken der Eingabetaste in einem neuen Tab öffnen. Per Rechtsklick öffnen sich sogar ganze Ordner im Hintergrund. Bei der Arbeit erweist sich dieses vermeintlich kleine und nette Feature als derart komfortabel, dass man es schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte. Ein Alleinstellungsmerkmal von Mail ist die Thread-Darstellung von Nachrichten. Das Apple-Programm hinterlegt zusammengehörige E-Mails mit einer hellblauen Farbe. Im Alltag ist das sehr hilfreich, weil so auf den ersten Blick deutlich wird, welche Nachrichten zu einer mehrstufigen Mailkonversation gehören.

Bei der Art und Weise, wie mehrere Mail-Accounts dargestellt werden, weiß Apple Mail ebenfalls zu überzeugen. Die Lösung, bei der sich der Mail-Eingang einfach aufklappen lässt, ist einfach und sehr funktionell. In dieser Disziplin wartet Thunderbird mit einer als "Gruppierten Ordner" genannten Funktion auf. Anwender, die mehrere E-Mail-Konten besitzen, können so zusammengehörige Ordner (Posteingang etc.) gruppieren und werden so in die Lage versetzt, leichter den Überblick zu behalten. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Vorgängerversion, denn bis dato konnten mehrere E-Mail-Konten schon mal dafür sorgen, dass der Überblick verloren ging. Große Freiheiten bietet dazu im Vergleich Entourage: Wie erhaltene Mails angezeigt werden, das obliegt letztendlich dem User. Er kann beinahe nach Belieben entscheiden, ob er seine E-Mails lieber nach Konten angezeigt bekommt, nach Priorität oder nach vielen weiteren voreinstellbaren Optionen. Und wem das noch nicht reicht, der kann benutzerdefinierte Anordnungen erstellen.

Features & Bedienung

Es ist wenig verwunderlich, dass Apple seine typischen Stärken auch hinsichtlich des Umgangs mit der elektronischen Post ausspielt. So wartet Apple Mail mit einer tiefen Systemintegration auf, die zum Beispiel im Menü "Fenster" unter "Fotoübersicht" deutlich wird. Auf kurzem Wege – sprich per Mausklick – wird so eine Verbindung zu iPhoto geschaffen. Doch damit nicht genug. Apple Mail bildet Schnittstellen auch mit dem hauseigenen Adressbuch und der Terminverwaltung iCal. So lassen sich Termine oder Adressen, die per E-Mail eingehen, bequem mit einem rechten Mausklick an die beiden Programme übergeben. Die Quick-Look-Unterstützung ist ein Alleinstellungsmerkmal von Apple Mail. Anhänge lassen sich bequem in einem Vorschaubild anzeigen – ein Klick auf den Button "Übersicht" reicht dazu aus. Dass Apple Mail auch mit dem Automator perfekt kooperiert, ist ebenfalls keine Überraschung. Doch Entourage kann auf Feature-Ebene gleichziehen und bietet im Menü gleich eine ganze Reihe an Beispiel-Workflows an.

Entourage

Entourage: Auf den ersten Blick verwirrend,
auf den zweiten Blick verrät Entourage vielfältige Funktionen.


Von derartiger und programmübergreifender Zusammenarbeit kann Thunderbird leider nur träumen. Der Donnervogel bietet keine Automator-Anbindung, aber hinsichtlich der Adressen immerhin die Option, ein eigenes Adressbuch anzulegen – und liest dabei auch die Inhalte des Adressbuchs von Mac OS X ein. Das Ganze stellt aber lediglich einen Kompromiss dar, bei dem sich die Frage stellt, ob es Sinn macht zwei Adressbücher zu betreiben. Praktisch ist allerdings die von Firefox als Lesezeichen bekannte Funktion, Adressen mit einem Mausklick dem Adressbuch hinzuzufügen.

Auch Entourage bringt ein eigenes Adressbuch mit. Aus optischen Gesichtspunkten ist das durchaus als verbesserungswürdig zu bezeichnen – hinsichtlich der verfügbaren Optionen dagegen kaum. Gleiches gilt für die Handhabung mit Adressen, Terminen oder Notizen. Über die Einstellungen lässt sich justieren, wie Entourage mit den Informationen umgehen soll. Auf Wunsch lassen sich Kontakte mit dem Apple Adressbuch, Ereignisse oder Aufgaben mit iCal synchronisieren. Auch die Anbindung dieser Gewerke an MobileMe ist gewährleistet und schließt auch die Notiz-Funktion mit ein. Wichtig für den professionellen Einsatz: Mailverteiler lassen sich wie bei den anderen Testkandidaten über die Adressbuchanbindung anlegen.

Große Aufmerksamkeit schenken die drei Kontrahenten dem Thema Ordnung. Apple Mail bietet mit den "Intelligenten Ordnern" ein starkes Werkzeug, um Herr der explodierenden E-Mail-Flut zu werden. Diese funktionieren ähnlich wie die "Intelligenten Wiedergabelisten" in iTunes. In Apple Mail werden voreingestellte Regeln angewendet, um Nachrichten treffsicher in entsprechende Ordner zu sortieren. Die automatische Sortierung funktioniert hervorragend und lässt sich zudem erstaunlich exakt anpassen. Werden normale Ordner von Hand angelegt, dann können Ordnersysteme nach eigenem Gusto organisiert werden, um den Überblick zu erhalten. Auch Thunderbird bietet zahlreiche Möglichkeiten, damit der Mailverkehr im Fluss bleibt. "Virtuelle Ordner" sind das Gegenstück zu den "Intelligenten Ordnern" von Apple Mail – sie lassen sich ebenfalls durch die Anwendung von Regeln individuell konfigurieren. Gleiches gilt für Entourage: Auch hier sind eigene Ordnerhierarchien nach Gutdünken möglich. Das automatische Zuordnen erfolgt ähnlich wie bei den Konkurrenten via Regelwerk, das individuell konfiguriert werden kann. Der Bedienungskomfort reicht aber nicht ganz an Apple Mail und Thunderbird heran. Zusätzlich lassen sich Ordner in Entourage ganz einfach per Drag & Drop auf die Festplatte ziehen und auf diesem Wege archivieren. Dort werden sie im Mbox-Format gespeichert und können so auch von anderen E-Mail-Programmen geöffnet werden.

Thunderbird unterstützt die Archivierung von E-Mails mit einem neuen Feature. Durch einen Klick auf die Schaltfläche "Archivieren" im Nachrichtenbereich oder Drücken der Taste "A" werden Nachrichten in das Archiv-Ordnersystem geschoben. Das funktioniert leidlich, ist aber für ordnungsliebende Menschen nicht ideal, weil das automatische Thunderbird-Archiv die Ablage lediglich nach dem jeweiligen Jahr und dem Mail-Account sortiert. Einige zusätzliche Optionen, um das Archiv individuell zu konfigurieren wären hier wünschenswert. Abhilfe schafft nur das Eingreifen von Hand: Denn auch im Thunderbird lassen sich tiefe Ordnersysteme anlegen, die sich ebenfalls für archivarische Aufgaben eignen. Apple hat die Archivieren-Funktion nicht in das Menü implementiert, sondern im Kontextdialog der Maus sowie im Submenü in der Sockelleiste des Programmfensters versteckt. Auf diesem Weg lassen sich in Mail Daten im Mbox-Format auf der Festplatte speichern und archivieren.

Der Wechsel des Mail-Programms ist immer dann eine Herausforderung, wenn dabei umfangreiche Nachrichten-Archive im- oder exportiert werden sollen. Die Testkandidaten bieten dazu entsprechende Funktionen an, die das Ansinnen erleichtern sollen. Beim Nachrichten-Import wird das Alter des Microsoft-Programms deutlich: Der Entourage-Assistent bietet lediglich die Option, zwischen Apple Mail und Qualcomm Eudora als Quellprogramm auszuwählen. Letzteres Programm spielt heute auf dem Mac praktisch keine Rolle mehr. Konten aus Thunderbird dagegen sind für Entourage unbekanntes Terrain. Entourage weiß dagegen mit guten und transparenten Export-Funktionen zu überzeugen. Ein Assistent unterstützt den Anwender bei dieser selten benutzten aber wichtigen Funktion nach besten Kräften.

Thunderbird

Thunderbird: Sparsamer Ressourcenverbrauch; Oberfläche mit Tabs


Beim Import-Verständnis für Fremdprogramme gibt sich Apple Mail vorbildlich: Entourage, Netscape/Mozilla, Thunderbird oder Eudora – Apple Mail versteht sich so ziemlich auf jedes gängige E-Mail-Programm. Die Automatik funktioniert zudem exzellent und ist durchaus als vorbildlich zu bezeichnen. Dieses polyglotte Vorgehen, Nachrichten nach Apple Mail zu importieren, ändert sich beim umgekehrten Vorhaben. Beim Export von Nachrichten gibt sich der Cupertino-Client provinziell: Eine Funktion, die den Anwender beim Export unterstützt sucht man vergebens. Apple hat dem Menüeintrag "Postfächer importieren" nicht den Punkt "Postfächer exportieren" gegenübergestellt und den Nutzern den schon beschriebenen Mbox-Umweg über die "Archivieren-Funktion aufgebürdet. Dass Apple mit dieser Vorgehensweise die so oft beschworene "intuitive Bedienung" selbst ad absurdum führt, haben die Verantwortlichen offensichtlich bewusst in Kauf genommen. Auch Thunderbird gibt sich beim Export limitiert. Ähnlich wie in den Vorgängerversionen beherrscht der Donnervogel dies ohne Addon nicht. Erstaunlich, denn beim Import weiß Thunderbird durchaus zu überzeugen und bietet die Möglichkeit, bestehende Konten aus Apple Mail, Communicator und Eudora zu importieren. Entourage sucht man allerdings vergebens in dieser Liste. Grundsätzlich funktioniert der Import problemlos und stellt auch Einsteiger nicht vor Probleme.

Etiketten – lange auch bei Mac OS X vermisst – gehören leider nicht zum Funktionsumfang von Apple Mail. Die farbliche Hervorhebung einzelner elektronischer Nachrichten beherrschen dagegen die Testlinge Thunderbird und Entourage. Das Open-Source-Programm bietet fünf voreingestellte Optionen sowie die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen. Und das nicht nur in puncto Farbe – jeder E-Mail lassen sich Schlagwörter zuweisen. Was unspektakulär klingt, ist eine Neuerung mit Potenzial. Denn die Suchfunktion erlaubt das Fahnden nach diesen Schlagwörtern.

Selbst Entourage kann da nicht ganz mithalten: "Etiketten" heißen dort "Kategorien", sind aber sonst ebenso funktionell wie bei Thunderbird. Selbst die individuelle Konfiguration der Kategorien ist kein Problem. Die Möglichkeit der Verschlagwortung sucht man allerdings bei Entourage vergeblich.

Anhänge handhaben die drei Kontrahenten höchst unterschiedlich. Während das Apple-Programm beim Versenden von Fotos anbietet, die Dateigröße zu verringern, lässt sich Entourage so konfigurieren, dass automatisch ZIP-Archive angehängt werden. Im Unternehmenseinsatz ein Faktor zur Kostenreduzierung, der nicht zu unterschätzen ist. Thunderbird behandelt das Thema Attachements stiefmütterlich und sendet Anhänge immer im Original. Beim Hinzufügen per Drag & Drop offenbart Thunderbird ebenfalls kleine Schwächen. Die zu verschickende Datei muss in das rechte obere Mailfenster gezogen werden. Ansonsten wird nicht die Datei angehängt, sondern lediglich der Pfad angezeigt. Derartige Fingerfertigkeit ist bei Apple Mail und Entourage nicht erforderlich. Beiden Programmen genügt es völlig, wenn die Dateien einfach in das Mailfenster gezogen werden. Mit allen drei Testkandidaten können E-Mails wahlweise im Plain-Text- oder im HTML-Format geschrieben werden. Thunderbird bietet sogar die Möglichkeit, dies für jede einzelne Nachricht einzustellen. Die Darstellung eingeganger HTML-Mails bereitet keinem der drei Programme Probleme.

E-Mail-Clients: Features

Funktionsvergleich der drei Testlinge


Darüber hinaus wartet Entourage mit einem Alleinstellungsmerkmal auf. Als einziges Programm im Test erlaubt das Microsoft-Programm, mehrere Identitäten anzulegen. Die exklusive Anbindung an Microsoft Exchange Server hat Entourage dagegen verloren, weil Apple Mail – nicht zuletzt durch den Erfolg des iPhone befeuert – nachgezogen hat und den langen Marsch in die Unternehmen begonnen hat. Wenig verwunderlich: Hier haben die freien Entwickler von Thunderbird das Nachsehen. Eine Anbindung an den Exchange Server ist nicht möglich. Im Unternehmenseinsatz könnte dem iPhone eine zentrale Rolle zukommen. Denn: Schafft das Apple Smartphone den Sprung ins professionell genutzte Umfeld, dann ist zurzeit Apple Mail als Client erste Wahl, weil das Programm exzellent mit der mobilen Variante zusammenarbeitet.

Bei den Basics gibt sich kein Testling eine Blöße. Es ist zu konstatieren, dass sich die Funktionsfülle der Mail-Clients auf einem erfreulich hohen Niveau befindet. Wünsche hinsichtlich der Textkodierungen bleiben nicht offen. Die Programme bringen alles Erforderliche von Haus aus mit. Gleiches gilt für die Handhabung von Schriften. Sie lassen sich ebenso frei einstellen wie ihre Punktgrößen. Selbst die Farbe ist frei wählbar. In puncto Rechtschreibprüfung bietet das Trio die Möglichkeit des Echtzeit-Checks oder direkt vor dem Versand. Beides ist gleichermaßen gut für die Erstellung fehlerfreier E-Mails geeignet. Thunderbird verlangt für diese Disziplin allerdings ein Addon. Freiheiten bieten Mail, Thunderbird und Entourage auch bei den Signaturen. Für jeden Account lässt sich eine eigene Signatur anlegen – auf Wunsch sogar mit einer eingebetteten Grafik. Ob erhaltene Nachrichten vom Server gelöscht werden, das kann der User ebenso selbst bestimmen, wie die Handhabung von Zitaten. Die Zitatebenen können selbst bestimmt werden. Oder man aktiviert einfach die Funktion automatisches Zitieren.

Dass die drei Testkandidaten trotz unterschiedlicher Konzepte auf Augenhöhe agieren, verdeutlicht die Suchfunktion. Besonders in umfangreichen Postfächern stellt dieses Feature oftmals die einzige Möglichkeit dar, um Nachrichten und Inhalte zu finden. Eine echte Blöße gibt sich kein Programm. Im Gegenteil: Nach der Indizierung der Nachrichten läuft die Suche in Echtzeit ab – also praktisch ohne Verzögerung. Thunderbird wartet mit interessanten Features bei der Suche innerhalb des Programms auf. Ergebnisse lassen sich mithilfe einer Zeitleiste und weiteren Werkzeugen weiter eingrenzen.

Weiterhin gestatten es alle Programme der integrierten Suchfunktion von Mac OS X, die Inhalte der Nachrichten zu indizieren. Oder anders formuliert: Spotlight wird auch bei den Inhalten der Testlinge fündig. Allerdings nimmt die Indizierung umfangreicher Mail-Sammlungen einige Zeit in Anspruch.

Sicherheit

Einen großen Teil der Aufmerksamkeit widmen Mail, Thunderbird und Entourage dem Thema Sicherheit. Als einziges Programm bietet Thunderbird die Möglichkeit, festzulegen, wie eine installierte Anti-Viren-Software mit verseuchten Nachrichten umgehen soll. Such das Setzen eines Häkchens kann der Nutzer es dem Schädlingsbekämpfer erlauben, Nachrichten unter Quarantäne zu stellen. Das macht auch auf dem kerngesunden Betriebssystem Mac OS X immer mehr Sinn, weil viele Anwender das anfällige Windows parallel auf dem gleichen Rechner betreiben und über diesen Weg anfällig werden können. Der Spam-Flut begegnen die E-Mail-Programme mit Filtern, die zu Beginn einiges an Aufmerksamkeit erfordern, um Gut und Böse auseinanderhalten zu können. Nach einer gewissen Zeit hat diese Funktion allerdings so viel gelernt, dass die Unterscheidung zuverlässig und souverän vonstatten geht. Spam wird auf Wunsch in dafür vorgesehene Ordner verschoben. Nennenswerte Unterschiede bestehen zwischen den Kontrahenten nicht. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, bieten die Programme die Möglichkeit, Bilder in Junk-Mails auszublenden. Diese kleine Maßnahme schützt Anwender vor noch mehr elektronischem Müll, weil die Fotos häufig verifizieren, ob eine E-Mail-Adresse wirklich aktiv ist. Wer ganz auf der sicheren Seite sein möchte, der konfiguriert Apple Mail, Thunderbird oder Entourage so, dass Spam-Nachrichten direkt gelöscht werden. Dazu sollte die Einordnung aber zuverlässig funktionieren, um zu vermeiden, dass wichtige E-Mails verloren gehen. Einen Phishing-Schutz – also die Warnung vor möglichen Betrugsversuchen – bietet zurzeit ausschließlich Thunderbird an.

Unterstützung von Standards

Beim Zugriff auf die E-Mails treffen sich die drei Testkandidaten auf gleichem Niveau und bieten mit dem Übertragungsprotokoll POP3 und dem Anwendungsprotokoll IMAP identische Möglichkeiten. Für den sicheren Nachrichtentransport halten Mail, Thunderbird und Entourage das hybride Sicherheitsprotokoll SSL/TLS bereit und gewähren zudem die Möglichkeit, die erforderlichen Ports frei einzustellen.

Zur Speicherung von Passwörtern greifen Apple Mail und Entourage auf den Schlüsselbund von Mac OS X zurück – und kommen sich beim gleichzeitigen Einsatz aber gelegentlich in die Quere. Beim gleichzeitigen Betrieb beider Programme gingen die Schlüsselbund-Informationen im Test ein ums andere Mal verloren. Thunderbird bringt dagegen eine eigene Passwortverwaltung mit, die im kombinierten Einsatz mit einem der anderen beiden Programme keinerlei Konflikte verursacht.

Arbeitsspeicherauslastung

Im wichtigen Kapitel "Arbeitsspeicherauslastung" zeigt Thunderbird, was die freien Entwickler zu leisten imstande sind. Sie haben nicht nur ein schlankes Programm entwickelt, das mit seinen Funktionen für die meisten Anwender vollkommen ausreicht, sondern gehen auch verantwortlich mit den Systemressourcen um. Gerade das macht den Einsatz des Donnervogels auf nicht mehr ganz aktuellen Geräten so sinnvoll. Bei Programmen, die den ganzen Tag im Hintergrund mitlaufen, ist das ein lobenswertes Engagement. Bei Inaktivität begnügt sich Thunderbird mit einer Auslastung des Arbeitsspeichers von lediglich 64,4 MB. Im Vergleich dazu benötigt Apple Mail 74,7 MB. Die 91,1 MB, die Entourage an Arbeitsspeicher beansprucht, sind zwar der schlechteste Wert der drei Testkandidaten. Vor dem Hintergrund der Funktionsfülle (Adressbuch, Kalender, Notizen, Aufgaben) relativieren sich die Ansprüche aber sofort.

Die Begnügsamkeit von Thunderbird ändert sich auch nicht, wenn es darum geht der eigentlichen Aufgabe nachzukommen. Der Versand einer Mail mit einem zehn MB großen Anhang lässt die Auslastung des Arbeitsspeichers auf moderate 80,5 MB ansteigen. Entourage benötigt 107,5 MB – auch ein akzeptabler Wert. Als Verschwender outet sich dagegen Mail. Das Apple-Programm frisst den Arbeitsspeicher förmlich auf und belegt 150,8 MB. Das ist schlichtweg inakzeptabel. Beim Empfang der gleichen E-Mail ändert sich das großkopferte Gebaren von Apple Mail nicht; Mit 145,4 MB ist die Belegung des kostbaren RAM nur unwesentlich geringer. Wie es geht, das zeigt einmal mehr Thunderbird. Für den Empfang einer E-Mail mit zehn MB reichen 64,9 MB – ein halbes MB mehr als im inaktiven Zustand. Das verdient Respekt und prädestiniert Thunderbird für den Dauereinsatz. Entourage kann da (fast) mithalten. 100,1 MB sind ein guter Wert für das mit Funktionen reichhaltig bestückte Microsoft-Programm.

Als Testsystem diente ein MacBook Pro mit Intel Core 2 Duo (2,66 GHz, sechs MB L2-Cache, vier GB Arbeitsspeicher) und Mac OS X 10.6.2.

E-Mail-Clients: Speicherverbrauch

Thunderbird und Entourage gehen sparsam mit dem Arbeitsspeicher um.
Apple Mail ist hingegen ein Speicherfresser.


Fazit

Das Ergebnis kommt nicht unerwartet. Apple Mail geht als knapper Sieger über die Ziellinie und gewinnt das Rennen um das beste E-Mail-Programm auf dem Mac. Die Vorteile des Apple-Programms liegen in der kostenlosen Verfügbarkeit, der intuitiven Bedienung, der exzellenten Systemintegration und bei Komfortfeatures, die die tägliche Arbeit so angenehm machen, wie zum Beispiel die Thread-Darstellung, die Quick-Look-Unterstützung und die perfekte iPhone-Anbindung – ein Argument, das mit der zunehmenden Verbreitung des Smartphones zusätzlich an Gewicht gewinnt. Negativ fallen bei Apple Mail der große Speicherhunger beim Empfangen und Versenden von E-Mails und der fehlende Phishing-Schutz auf.

Der Vorsprung von Apple Mail vor dem kommerziellen Entourage kommt einem Wimpernschlag gleich. Kurz vor der Ablösung – Entourage wird in Office 2011 durch eine Mac-Version von Outlook ersetzt – zeigt sich das zweitplatzierte Programm von Microsoft erstaunlich gut in Form. Nicht nur die Funktionsfülle von Entourage ist beeindruckend, sondern auch der verantwortungsbewusste Umgang des Programms mit den Ressourcen des Computers. Zudem bringt der Mail-Client aus Redmond konkurrenzlose Möglichkeiten mit, um die Applikation auf individuelle Bedürfnisse und Anforderungen hin anzupassen. Das erleichtert den Umgang mit Entourage allerdings nicht immer und fordert seinen Tribut im Hinblick auf die intuitive Bedienung. Aber: Gerade im Unternehmenseinsatz sind diese Optionen sehr gefragt und sinnvoll.

In puncto Features verliert der brandaktuelle Thunderbird 3.0 ein wenig an Boden und belegt nur Rang drei. Doch damit ist der Donnervogel eigentlich ein wenig unter Wert geschlagen, denn: Beim Ressourcenverbrauch zeigen die freien Entwickler, wie schlank und genügsam ein funktioneller Mail-Client sein kann. Zudem lässt sich der Thunderbird mit den entsprechenden Addons so individualisieren wie keiner der anderen Kandidaten. Dass Thunderbird im Prinzip gar nicht mit den Dickschiffen Mail und Entourage konkurrieren will, wird allzu deutlich. Im Gegenteil: Das Open-Source-Programm ist vielmehr die Alternative. Und exakt darin liegt der Reiz. Thunderbird ist schlank, schnell und bietet alles, was nötig ist und zudem mit Tabs ein exklusives Features der drei Testlinge. Da Mozilla die Weiterentwicklung von Thunderbird künftig verstärkt vorantreiben will, könnte der Abstand zu Apple Mail und Entourage schon bald geringer werden.

Pro & Contra

Apple Mail 4.2
+ Tiefe Systemintegration
+ Intuitive Bedienung
+ Thread-Darstellung
+ Perfekte iPhone-Anbindung
+ Quick-Look-Unterstützung
+ Kostenlos erhältlich

– Hoher Arbeitsspeicherverbrauch
– Keine Assistent für den E-Mail-Export
– Keine Phishingschutz

Microsoft Entourage 12.2.4
+ Viele Funktionen
+ Vielfältig zu konfigurieren
+ Automatische Komprimierung von Anhängen
+ Schonender Speicherverbrauch
+ Viele Exportoptionen
+ Unterstützung für mehrere Identitäten

– Unübersichtliche, überladene Benutzeroberfläche
– Kein Phishing-Schutz
– Kein RSS-Reader
– Kostenpflichtig

Thunderbird 3.0.3
+ Schonender Speicherverbrauch
+ Tabs und Schlagwörter
+ Phishing-Schutz und Anti-Viren-Schnittstelle
+ Viele kostenlose Erweiterungen verfügbar

– Schlechte Schriftendarstellung
– Unzureichende Systemintegration
– Keine Exportfunktion
– Keine Anbindung an Exchange

Links & Spezifikationen

Apple Mail 4.2
Hersteller: Apple.
Systemvoraussetzungen: Bestandteil jeder Mac OS X-Version; Version 4.2 gehört zu Mac OS X 10.6.2 (nur für Intel-Macs).
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere.
Preis: Kostenlos.

Entourage 12.2.4
Hersteller: Microsoft.
Systemvoraussetzungen: PowerPC- oder Intel-Mac, Mac OS X 10.4.9 oder neuer.
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere Sprachen.
Preis: Entourage ist Bestandteil von Office 2008, das als "Home & Student Edition" für ca. 100 Euro und als "Business Edition" für ca. 450 Euro angeboten wird.
Demoversion: Verfügbar.

Thunderbird 3.0.3
Hersteller: Mozilla.
Systemvoraussetzungen: PowerPC- oder Intel-Mac, Mac OS X 10.4 oder neuer.
Sprachen: Deutsch, Englisch und andere .
Preis: Kostenlos (Open-Source) – Download hier (19,1 MB).


Nachtrag: Thunderbird unterstützt, anders als im Artikel beschrieben, die Thread-Darstellung. Wir haben dies in der Tabelle "Features im direkten Vergleich" ergänzt.



Kommentare

verwende ich liebend gerne, wenn ich selber mal eine
html Mail erzeugen möchte.

mfg Dieter

MacMini Intel , 24er Dell TFT
DAC = ADA24 von ELV ,
Class D Verstärker, Tannoy Studio Boxen

[quote=macbruno]verwende ich liebend gerne, wenn ich selber mal eine
html Mail erzeugen möchte.

mfg Dieter[/quote]

Kommst du mit Apple Mail nicht klar, was die Erstellung von HTML-Mails angeht?

schau dir mal die Möglichkeiten in Thunderbird an
eine html Mail zu gestalten ...

da wird schon einiges geboten....

dieter

MacMini Intel , 24er Dell TFT
DAC = ADA24 von ELV ,
Class D Verstärker, Tannoy Studio Boxen

Wahr ist: Apple Mail kann seit Snow Leopard die Anbindung an einen Exchange-Server.

ABER nur an einen Exchange2007-Server, nicht an Exchange2003. Und das ist halt leider noch die viel verbreiterte Variante. Das sollte bitte in einem solchen Test auch erwähnt werden.

Denn den Exchange2003 unterstützt Mail nur extrem rudimentär und eher schlecht als recht.

[quote=Dae-V]Hi,

ist Postbox auch eine in Frage kommende Alternative?
http://www.postbox-inc.com/

Hat jemand das Programm mal getestet?[/quote]

Lieber Dae-V,

im zweiten Teil des Tests werden wir auch Postbox auf Herz und Nieren untersuchen. Weitere Kandidaten sind PowerMail und MailForge. Sie treten gegen Apple Mail an.

Beste Grüße
Jürgen Ponath

leider wird nicht eingegangen auf das Problem, dass Apples Mail in allen bisher erschienenen Versionen nicht sicherstellen kann, dass Jpegs oder PDF vom Empfänger in einer Windows-Umgebung gelesen werden können.
Dieses Problem lässt sich zwar mit der Shareware "Mail Attachments Iconizer" beheben, den ich allerdings in Entourage nicht benötige. Dennoch ziehe ich Apples Mail vor; aber bei einem Vergleich wäre dieser Hinweis erforderlich.
Näheres siehe hier: http://lokiware.info/Mail-Attachments-Iconizer

Ich verwende Thunderbird seid dem ich Mac habe, und auch vorher schon auf Windows wie auch Linux.

- Notizen und Kalender -> Addon: https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/2313

- Automator? Da reicht der Filter von Thunderbird allemal. Und AppleScript ist auch nicht für jederman so einfach zu erlernen und zu bedienen.

- Wo sind die Addons? Da kann Mail oder Entourage nicht mithalten. Thunderbird hat über 1000 für jeden Geschmack.

- Man kann auch nach Thread sortieren. Ansicht > Sortieren nach > Gruppieren nach Thema

Was ich an Thunderbird viel wichtiger finde, ist dass es sehr viel Wert auf die Sicherheit legt. Primär mal die Junk Einstellungen, zweitens Adbock-Plus, dass wie in Firefox wertvolle Dienste leistet.

Und jetzt mal ehrlich. Wer will den Exportieren? Einmal Thunderbird, immer Thunderbird. So ist es aufjedenfall bei mir...

entourage auch mal auf seine sicherheitslücken getestet ( soviel ich weiß, sind entourage und outlook die beiden sicherheitslücken trächtigsten programme für email ) ? wenn dies so ist, würde ich ( um auf die vielzahl überflüssiger möglichkeiten zu verzichten ) aufjedenfall thunderbird den zweitenplatz geben. outllook würde allein wegen seiner sicherheitfraglichen aktivitäten auf platz 20 liegen, egal wer da noch als kandidat reinkommt!

Ich bin mit dieser Wertung nicht ganz einverstanden.
Entourage ist für mich und viele andere keine Alternative.

Ich sage es mal so: Apple Mail kann jeder benutzen, wenn es auch sein Tücken hat. Ich da nur an ein oftmaliges Umlautproblem (besonders wenn diese Windows benutzen) beim Empfänger.
Auch das Versenden von Bildern und pdfs ist öfter ein Problem, weil diese Inline angezeigt werden. Viele Empfänger können damit nicht umgehen.

Ich verwende im Geschäftsbetrieb Thunderbird. Weil damit dies oben angeführten Probleme nicht habe.

Entourage oder Outlook (ab 2011) als Alternative? - Ich denke nicht einmal daran.
MS macht zwar viel und vieles deshalb auch nur halbherzig.
Wenn sie Lücken in den Programmen haben, sagen sie einfach das ist der Standard und sie sind nicht Schuld.
Ich bin fast monatlich im Clinch mit MS (vorallem wegen Office 2008). Das ist die schlechteste Office Version bisher. Die Damen und Herrn bei MS sind nicht soweit, dass sie Fehler die offensichtlich sind zugeben, nein die behaupten einfach bei ihnen funktioniert es.
Einer sagte mal zu mir ich habe Mac OS falsch installiert bzw. Mac OS ist für die Fehlfunktionen verantwortlich. Wenn ich keine Fehler haben will soll ich Windows nehmen.

... und sie leben doch!

... und sie leben doch!

Also ich halte den Vergleich schon für aussagekräftig, auch wenn ich mir punktuell einige zusätzliche Infos (wie etwa die Macken in der Praxis) gewünscht hätte. But who is perfect...

Die wichtigsten Unterschiede werden gut dargestellt. Entourage ist übrigens weiter verbreitet als man vielleicht annimmt. Und was Sicherheitslücken angeht: Schaut mal, wie viele Lecks in den letzten Jahren in Apple Mail und Thunderbird gestopft wurden! Dutzende! So viel schlechter steht Microsoft da nicht da.

Mein Favorit ist - trotz diverser kleiner Dinge, die mich nerven - Apple Mail. Thunderbird habe ich getestet. Das Ding ist einfach nur buggy und überhaupt nicht Mac-like.

apple tut sich auch schwer im stopfen von sicherheitslücken. aber ich glaube das man mail nicht auf den standart von outlook und freunde " herabsetzen" kann ( dazu kommt noch der " datentransfer" den ms produkte so gerne praktizieren).und die verbreitung von " schlechter" software ist kein garant das sie deswegen gut ist!!! siehe win und adobe.
und deine aussage über thunderbird kann ich nicht nachvollziehen...wieso buggy? es läuft stabil und tut was es soll.
und wenn du thunderbird als nicht " maclike" bezeichnest, wie bezeichnest du dann entourage?

Thunderbird hat ein paar Dinge an Bord, die mich grundsätzlich reizen würden. Aber als iPhone-Benutzer gleich ich meine Daten mit dem Adressbuch ab. Und soweit ich das sehe ist die Integration des Apple-Adressbuches in Thunderbird immer noch mehr als stiefmütterlich. In dem Augenblick, in dem die Integration stimmig ist, ich also auch neue Kontakte aus TB heraus vernünftig im Adressbuch anlegen kann, könnte ich mir gut vorstellen auf TB zu wechseln.

Apple Mail ist für mich das schlechteste, unübersichtlichste und eingeschränkteste Tool im E-mail-Bereich. Je mehr Produkte man von Apple hat um so mehr muß man auch solche Pseudoprogramme nutzen, die sich Ihre guten Testurteile erkaufen.
Apple Mail: schlecht! schlecht! schlecht!!!!
Ich arbeite nur mit Apple Produkten und das schon seit ca. 12 Jahren und ich finde: „kommt mal wieder runter!“

Heute stieß ich auf diesen Vergleich. Dabei lese ich, dass man vor gut 17 Monaten angekündigt hat, in einem zweiten Schritt den Gewinner des ersten Schrittes (=Apple Mail) gegen andere Programme (Powermail, Mailforge, und andere) antreten lassen will.
Leider finde ich diesen zweiten Testteil nicht. Bin ich zu blöd zum Suchen oder wurde der zweite Teil nie veröffentlicht?
Vielen Dank für eine Antwort!