Apple stellt neue iMacs vor

Apple hat heute eine neue iMac-Generation vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören aktuelle "Haswell"-Prozessoren von Intel, Unterstützung für den WLAN-Standard 802.11ac, eine höhere Grafikleistung bei den meisten Modellen und schnellere SSD-Laufwerke. Die Preise wurden gegenüber der Vorgängerserie leicht gesenkt. Die neuen iMacs sind ab sofort zu Preisen von 1299 Euro erhältlich.

Aktuelle Intel-Prozessoren, neuer WLAN-Standard

Apple verbaut in den neuen iMacs aktuelle Intel-Prozessoren basierend auf der "Haswell"-Architektur. "Haswell"-Prozessoren bieten bei gleicher Taktfrequenz eine um bis zu zehn Prozent höhere Rechenleistung als "Ivy Bridge"-CPUs, die in der vorherigen iMac-Produktreihe zu finden sind. Im Bereich der Gleitkommaberechnungen sind die Leistungszuwächse größer.

In allen iMac-Modellen kommen wie bei der Vorgängergeneration Vierkernprozessoren (serienmäßig Core i5) zum Einsatz. Die Taktraten der beiden 21,5-Zoll-Modelle blieben unverändert bei 2,7 und 2,9 GHz. Die Taktfrequenzen der 27-Zoll-iMacs wurden angehoben – von 2,9 auf 3,2 sowie von 3,2 auf 3,4 GHz. Die Turbo-Boost-Technologie sorgt bei Bedarf für eine Taktratenanhebung auf bis zu 3,8 GHz.

Der 21,5-Zoll-iMac mit 2,9 GHz und der 27-Zoll-iMac mit 3,4 GHz können gegen Aufpreis auch mit Core-i7-Vierkernprozessoren mit 3,1 bzw. 3,5 GHz bestellt werden. Die Core-i7-CPUs erreichen per Turbo-Boost bis zu 3,9 GHz.

Apple hat den iMacs Unterstützung für den neuen WLAN-Standard 802.11ac spendiert. 802.11ac ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 1,3 Gbit pro Sekunde. Zum Vergleich: Der WLAN-Standard 802.11n ist für maximal 600 Mbit pro Sekunde ausgelegt.

iMacs

iMacs jetzt mit "Haswell"-Prozessoren und WLAN nach 802.11ac.
Foto: Apple.


Beschleunigter Flash-Speicher, schnellere Grafikchips

Serienmäßig kommen alle iMac-Konfigurationen mit einer 1000-GB-Festplatte. Gegen Aufpreis sind SSD-Laufwerke mit 256, 512 oder 1000 GB Speicherkapazität erhältlich. Auch im iMac (wie bereits beim neuen MacBook Air) werden nun PCIe-basierte SSD-Laufwerke verwendet. Diese sind nach Angaben von Apple um bis zu 50 Prozent schneller als die SSDs der vorherigen iMac-Generation. Alternativ können alle iMacs auch mit dem Fusion-Drive, einer Kombination aus Festplatte und SSD, bestellt werden. Das Fusion-Drive wird für 21,5-Zoll-iMacs mit einem TB und für 27-Zoll-iMacs mit einem oder drei TB Speicherkapazität angeboten.

Der Hersteller verspricht für drei der vier neuen iMac-Modelle eine höhere Grafikleistung: "Das 21,5-Zoll Einstiegsmodell des iMac verfügt über einen 2,7 GHz Quad-Core Intel Core i5 Prozessor und die neue Iris Pro Grafik für bisher unerreichte, integrierte Grafikperformance. Das 21,5-Zoll High-End-Modell sowie beide 27-Zoll-Modelle verfügen über Quad-Core Intel Core i5 Prozessoren mit bis zu 3,4 GHz und Grafik der NVIDIA GeForce 700 Serie mit doppeltem Video-Speicher und einer bis zu 40 Prozent schnelleren Leistung als die vorherige Generation."

Das 27-Zoll-High-End-Modell kann gegen Aufpreis mit dem Grafikchip GeForce GTX 780M (vier GB VRAM) bestellt werden. Der Grafikchip Iris Pro des 21,5-Zoll-Einsteigermodells ist im Intel-Prozessor integriert und greift auf den Arbeitsspeicher zu. Ob die Leistung des Iris Pro an die des Grafikchips des iMac-Vorgängermodells (GeForce GT 640M) heranreicht, müssen Tests zeigen.

Restliche Ausstattung unverändert

In puncto Gehäusedesign, Bildschirmgrößen und –auflösungen sowie Schnittstellen gab es gegenüber der Vorgängerbaureihe keine Veränderungen. Die 21,5-Zoll-Modelle bieten weiterhin eine Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten, bei den 27-Zoll-iMacs sind es 2560 mal 1440 Pixel. Serienmäßig gibt es acht GB Arbeitsspeicher. Die 21,5-Zoll-iMacs können gegen Aufpreis auch mit 16 GB, die 27-Zoll-iMacs mit 16 oder 32 GB RAM bestellt werden. Der Arbeitsspeicher der 27-Zoll-iMacs lässt sich nachträglich erweitern - die vier RAM-Slots sind über eine abnehmbare Klappe leicht zugänglich.

Zu den technischen Daten gehören vier USB-3.0-Schnittstellen, zwei Thunderbolt-Anschlüsse, Bluetooth 4.0, Gigabit-Ethernet, FaceTime-HD-Kamera, SDXC-Speicherkartenslot, Stereolautsprecher, zwei Mikrofone und optisch-digitaler Audioausgang. Die Magic Mouse (alternativ das Magic Trackpad) und Apples Bluetooth-Tastatur gehören zum Lieferumfang. Als Betriebssystem ist OS X 10.8 "Mountain Lion" vorinstalliert.

Die neue iMac-Produktlinie im Überblick

Die Preise wurden gegenüber der Vorgängerserie um bis zu 80 Euro gesenkt.

iMac mit 21,5-Zoll-Bildschirm
• Core i5 (vier Kerne) mit 2,7 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte (5400 Umdrehungen pro Minute), Intel Iris Pro Grafikchip. Preis: 1299 Euro bzw. 1499 Franken.

• Core i5 (vier Kerne) mit 2,9 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte (5400 Umdrehungen pro Minute), GeForce GT 750M mit 1024 MB VRAM. Preis: 1499 Euro bzw. 1699 Franken. Vierkern-Core-i7-Prozessor mit 3,1 GHz gegen Aufpreis (200 Euro bzw. 220 Franken).

iMac mit 27-Zoll-Bildschirm
• Core i5 (vier Kerne) mit 3,2 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte (7200 Umdrehungen pro Minute), GeForce GT 755M mit 1024 MB VRAM. Preis: 1799 Euro bzw. 2049 Franken.

• Core i5 (vier Kerne) mit 3,4 GHz, acht GB Arbeitsspeicher, 1000 GB Festplatte (7200 Umdrehungen pro Minute), GeForce GTX 775M mit 2048 MB VRAM. Preis: 1999 Euro bzw. 2279 Franken. Vierkern-Core-i7-Prozessor mit 3,5 GHz gegen Aufpreis (200 Euro bzw. 250 Franken).

Kommentare

Nettes Upgrade

Aktuelle Prozessoren, schnellere Grafik, 802.11ac und flottere SSDs zu etwas niedrigeren Preisen, da kann man sich nicht beschweren. Schade nur, dass es keine Retina Displays gibt - die sind wohl in diesen Größen noch zu teuer. Vielleicht tut sich da beim iMac nächstes Jahr etwas. Immerhin sind die neuen iMacs sofort lieferbar. Die 2012er iMacs waren zu Beginn ja nur sehr schwer zu bekommen.

Jetzt ...

... bitte noch recht bald die neuen Minis!
Auch zu reduzierten Preisen! ;-)

Thunderbolt 2

Ich hatte noch auf Thunderbolt 2 für die iMacs spekuliert. Aber Thunderbolt 2 wird wohl erst mal exklusiv dem neuen Mac Pro vorbehalten sein.

I

Oliver schrieb:
... bitte noch recht bald die neuen Minis!
Auch zu reduzierten Preisen! ;-)

second that

Die aktuellen Minis...

... sind immer noch sehr, sehr schnelle Rechner. Ich erwarte da keine dramatischen Veränderungen durch Haswell.

Muss es immer "dramatisch" sein?

brainray schrieb:
... sind immer noch sehr, sehr schnelle Rechner. Ich erwarte da keine dramatischen Veränderungen durch Haswell.

Reicht nicht auch mal einfach nur "nützlich"?

Die nicht "dramatischen" und dabei trotzdem sehr nützlichen Änderungen durch "Haswell" sind u. a. im Durchschnitt etwa 10 % Leistungszuwachs bei gleichzeitig gesteigerter Energieeffizienz – unter dem Strich muss also meistens weniger Wärme abgeführt werden.

MfG, Sawtooth