Apple beendet Weiterentwicklung von Fotosoftware Aperture

28. Jun 2014 17:30 Uhr - sw

Schlechte Nachrichten für Aperture-Anwender: Apple stellt die Weiterentwicklung der professionellen Fotosoftware ein. Die für Anfang 2015 angekündigte Mac-Version der Fotos-App soll den Import von Aperture-Mediatheken ermöglichen. Sie ersetzt neben Aperture auch iPhoto.

"Mit der Einführung der neuen Fotos-App und der iCloud-Fotomediathek [...] wird die Weiterentwicklung von Aperture eingestellt", teilte Apple gegenüber TechCrunch mit. Lediglich Aperture-Kompatibilitätsupdates für das neue Mac-Betriebssystem OS X Yosemite, dessen Markteinführung für den Herbst geplant ist, sollen noch veröffentlicht werden.

Fotos-App

Die neue Fotos-App löst Anfang 2015 sowohl Aperture als auch iPhoto ab.
Bild: Apple.



Die zur Entwicklerkonferenz WWDC 2014 angekündigte Mac-Version der Fotos-App soll einige der fortgeschrittenen Bearbeitungsfunktionen von Aperture und iPhoto enthalten. Einzelheiten zum Funktionsumfang nannte Apple allerdings noch nicht, auch ist derzeit unklar, ob die Unterstützung für RAW-Formate weitergeführt wird. Die Fotos-App soll neben Aperture- auch iPhoto-Mediatheken importieren können. Die Entwicklung anderer professioneller Anwendungen wie Final Cut Pro X oder Logic Pro X geht laut Apple unverändert weiter.

Kommentar

Es ist das erwartete Ende eines Trauerspiels. Das Anfang 2010 vorgestellte Aperture 3 hat in den letzten Jahren nur kleinere Updates erhalten, während Konkurrenten wie Capture One, Photoshop Lightroom oder Optics Pro in puncto Bedienungskomfort, Leistung und Funktionen davongezogen sind. Bereits Anfang Juni zur WWDC deutete die angekündigte Mac-Version der Fotos-App auf eine Einstellung von Aperture hin – nun herrscht Gewissheit. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Aperture-User wissen nun woran sie sind. Sie werden sich mittelfristig nach Alternativen umsehen müssen und zwar außerhalb von Apple. Denn es darf bezweifelt werden, dass die Fotos-App auch nur ansatzweise an den Funktionsumfang von Aperture (oder gar an den konkurrierender Software) heranreichen wird. Auch bei der RAW-Unterstützung sind andere Hersteller Apple weit voraus. Die RAW-Unterstützung in OS X kann – blumig gesprochen – nur als rudimentär bezeichnet werden. Unternehmen wie Adobe oder Phase One zeigen vorbildhaft, was es heißt, Fotografen professionell zu unterstützen – Photoshop Lightroom und Capture One werden regelmäßig um Unterstützung der neuesten Kameras und Objektive ergänzt.

Zwar will Apple andere Profi-Anwendungen wie Final Cut Pro X und Logic Pro X weiterentwickeln, dennoch entfernt sich das Unternehmen mit der Einstellung von Aperture ein Stückchen weiter von professionellen Nutzerschichten. Bereits die Einstellung des Serversystems Xserve, die Hängepartie um einen neuen Mac Pro oder die Einstellung von Shake und Final Cut Server stießen bei vielen Profi-Usern auf Unverständnis und kosteten Apple Glaubwürdigkeit. Gerne und häufig betont Apple, dass professionelle Anwender dem Unternehmen wichtig seien. Falls dem wirklich so ist, muss der Mac- und iPhone-Hersteller seine Anstrengungen jedoch merklich erhöhen. Zu tun gibt es genug. Stichworte Softwarequalität (z. B. Einsatz von OS X in gemischten Netzwerken oder schnellere Behebung kritischer Fehler), Investitionssicherheit (z. B. eine Roadmap für Profi-Apps und regelmäßigere Updates) oder Server-Produkte, die diesen Namen auch wirklich verdienen.

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Nachtrag (02. Juli): Apple: Fotos-App soll Erweiterungen unterstützen.

Kommentare

Ich halte die Einstellung von Aperture für sehr schade. IMHO das falsche Signal, das Apple jetzt aussendet. Bei den Milliarden-Gewinnen jedes Jahr könnte man doch locker und leicht 5-10 Programmierer für Aperture holen. Wieder ein Pro Produkt weniger. Wohin soll die Reise gehen, Apple?

Wer mit Fotos Geld verdient und seit Jahren Aperture als zentralen Teil des Workflows verwendet, wird von Apple gnadenlos im Stich gelassen. Wieder einmal zeigt Apple, dass ihnen dieser Kundenkreis in Wirklichkeit völlig egal ist. Fotos.app soll also Aperture importieren können - spitze. Ist ähnlich wie wenn Microsoft Office einstellt und stattdessen TextEdit empfiehlt - ganz ganz großes Kino, Apple.

Tausende GBs an Fotos sind nun also zu migrieren, mitsamt Einstellungen, Katalogen, Metadaten etc. Ist ja bestimmt ein Klacks... Warum überhaupt noch Apple Software verwenden? OS X Server wurde kaputtentwickelt, bei iWork Dutzende Features gestrichen, Mail zickt ständig und Mavericks im Netzwerk ist ein Albtraum.

Warum hat man das nicht früher gesagt, dass Aperture keine Zukunft mehr hat?. Dann hätte ich mir vor drei Monaten die knapp 70 Euro sparen können. Soll das jetzt heißen, dass ich eine Software gekauft habe und diese in Zukunft nicht mehr nutzen kann?

Ich möchte im Herbst auf Yosemite umsteigen. Hoffentlich läuft Aperture noch lange mit den dann veröffentlichten Updates speziell für OS X 10.10!

Wozu soll Apple denn eine Profisoftware weiterentwickeln, wenn mit iPhones der 1000 fache Gewinn zu machen ist!

Unprofitable Sparten wie Profi-Software werden weggelassen um profitablere Sparten wie iPhone und iPad werden ausgebaut.

Genauso wird das Betriebssystem eben nur auf diese privaten Anwender abgestimmt. Die Profis sollen sich gefälligst woanders umsehen. Die letzten beiden OSX Updates haben gezeigt wo die Reise hin geht. iPhone und iPad. Der Mac ist nur noch Beiwerk.

Also Apple, noch, ich betone noch, gibt es fast keine Alternative zu OSX.

Zu iOS schon, wenn auch keine so Ausgereifte.

Aber Google und Co. arbeiten mit Hochdruck an einer ebenso einfachen wie effektiven Lösung. Da die privaten Anwender i.d.R. sowieso alle 2 Jahre einen neuen Handyvertrag bekommen, wechseln diese dann in die preiswertere Variante und daß im Moment noch, so lukrative iPhone Geschäft, bricht weg.

Die Provis sind bis dahin aber auch weg und werden nicht wieder zurück gehen, schon alleine aus Gründen der Kompatibilität.

Und was wird dann....., Tja dann geht der "Schuß" nach hinten los......

mit den osx änderungen wird wohl die wartung zu teuer, da muss man das pferd entweder verkaufen oder zu salami verarbeiten; apple hat sich wohl für letzeres entschieden da adobe und co. ähnliche erfolge feiert, was apple natürlich nicht weiß.

ich glaube ehrlich gesagt nicht dass es den iphone nutzern über die überlegene software geht,
sondern (abgesehen von audio) um die marke.

ein apple ist chic, sieht man beim dj, bei den grafikern und sämtliche imager benutzen wenns denn geht apple.

[Hinweis der Redaktion: Offtopic entfernt.]

Super Apple, wieder ein Konkurrenzprodukt weniger für Adobe. Jetzt können die Lightroom wieder 150 Euro teurer machen und die Weiterentwicklung stoppen.

Wozu jetzt eigentlich noch einen Mac Pro kaufen? Nur, um iOS Apps drauf laufen zu lassen? Seltsam, von den vielen Gründen, die mal für Mac und Apple sprachen, gibt es für mich immer weniger um treu(doof) weiter Apple zu kaufen.

[quote=MacPaul]Der Weg zur Banalisierung des Mac geht weiter, es wird immer Amateurhafter…wobei das fast schon eine Beleidigung für Amateure ist.
Ich wette was, dass die Funktion zum „Sharen? in „soziale Netzwerke? bei Fotos.app allerhöchste Priorität hat und Buttons dafür an prominenter Stelle sind. Heute zählt nur noch, dass die verblödeten Massen ihre selbst verschuldete Nihilierung zumindest durch das Posten banaler Dinge zumindest noch kompensieren können. Was für eine traurige Welt…[/quote]

"Der Begriff Nihilismus (lat. nihil „nichts“) bezeichnet allgemein eine Orientierung, die auf der Verneinung jeglicher Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung basiert. Er wurde in der abendländischen Geschichte auch polemisch verwendet, so etwa für die Ablehnung von Kirche und Religion.

Umgangssprachlich bedeutet Nihilismus die Verneinung aller positiven Ansätze und Ideale sowie die Ablehnung aller Regeln."

[quote=dietmarfreiberg]
"Der Begriff Nihilismus (lat. nihil „nichts“) bezeichnet allgemein eine Orientierung, die auf der Verneinung jeglicher Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung basiert. Er wurde in der abendländischen Geschichte auch polemisch verwendet, so etwa für die Ablehnung von Kirche und Religion.

Umgangssprachlich bedeutet Nihilismus die Verneinung aller positiven Ansätze und Ideale sowie die Ablehnung aller Regeln."[/quote]
Wolltest du mir irgend was sagen?

[quote=MacPaul][quote=dietmarfreiberg]
"Der Begriff Nihilismus (lat. nihil „nichts“) bezeichnet allgemein eine Orientierung, die auf der Verneinung jeglicher Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung basiert. Er wurde in der abendländischen Geschichte auch polemisch verwendet, so etwa für die Ablehnung von Kirche und Religion.

Umgangssprachlich bedeutet Nihilismus die Verneinung aller positiven Ansätze und Ideale sowie die Ablehnung aller Regeln."[/quote]
Wolltest du mir irgend was sagen?[/quote]

Nein, nur daß Sie mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf getroffen haben!

[quote=dietmarfreiberg]Nein, nur daß Sie mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf getroffen haben![/quote]
Aha, dann ist ja gut. war nicht gleich ersichtlich.
Gemeint war ja, dass die meisten Leute nix checken und auch nix sind, bis auf Funktionselemente - vor allem in der Arbeit - und Konsumelemente, die aufgrund fehlender eigener Haltung immer mehr zu dem werden, was Firmen auf sie projizieren.

es ist doch keine frage mehr, ob apple die pro-sparte einstellt oder nicht.
apple reduziert seit jahren alles auf ein minimun an leistung, angefangen mit FC pro X, damals haben sich schon sehr viele cutter bei apple beschwert und die meisten sind letztlich geswitcht. aperture ist schon seit jahren out of pro und selbst die heimanwender software von apple ( als mehr sind die zum osx zugehörigen packete nicht zu bezeichnen ) von iweb, iphoto bis hin zu pages etc. werden seit langem häppchen weise reduziert. selbst die systeme erleben stille kürzungen - man muß mal überprfüfen was im osx alles so weggefallen ist, von frontraw bis zum -sichern als, websharing und vieles vieles mehr...........
die rechner sind ebenfalls weit vom pro-status entfernt, auch die, die sich pro nennen. es hat für mich wenig mit pro zu tun, wenn ich mir einen verdammt teuren rechner kaufe der mit veralteter grafik alla D300 - D700 daherkommt und ich diese karten nicht mal tauschen kann. wenn er ein " schickes " gehäuse bekommt, welches mich dazu nötigt ein sammel sorium, alla C64 zeiten, bestehend aus gehäusen und kabeln drum herum aufzubauen, da das gehäuse keinerlei erweiterungen vorsieht !
ich kann nur immer wieder sagen, mein "custom mac " mit ivy i7 k cpu und geforce 7xxti läuft mit 10.6.8 ultra stabil seit 1 1/2 jahren und toppt den aktuellen imac im cinebench deutlich. und die hardware war für unter 1400 euronen !
zudem möchte ich mal anmerken, das win7 nach wie vor alles andere als schön ist, aber es läuft nicht weniger stabil als das osx, wobei die neueren versionen ( ins besondere maverick ) anscheinend deutlich mehr probleme bereitet. zudem die software in den anwendung und handhabungen mittlerweile auf allen plattformen identisch laufen und erscheinen.
die Ideologie apples hat für mich mit dem tod von steve jobs auch sein ende gefunden..............

Wenn Apple wirklich die Pro-User bei der Stange halten will, dann müssen Taten folgen, und zwar die richtigen! Die Einstellung von Aperture ist jedenfalls ein grundfalsches Signal. Gerade hatte man den Eindruck, als ob es durch den neuen Mac Pro und das neuen Logic Pro in die richtige Richtung geht und nun das!

Setzen, Apple, sechs!

[quote=Hannes]Wenn Apple wirklich die Pro-User bei der Stange halten will, dann müssen Taten folgen, und zwar die richtigen! Die Einstellung von Aperture ist jedenfalls ein grundfalsches Signal. Gerade hatte man den Eindruck, als ob es durch den neuen Mac Pro und das neuen Logic Pro in die richtige Richtung geht und nun das!

Setzen, Apple, sechs![/quote]

Apple hat den Pro-Usern doch schon vor Jahren den Stuhl vor die Tür gestellt. "MacBook Pro" ausschließlich mit Schminkspiegeldisplay, ohne Standardschnittstellen und fest eingeklebten Akkus? Frechheit!

Was wäre, wenn es Apple gelungen wäre eine Fotosoftware zu schreiben, welche einfacher als iPhoto zu bedienen ist, aber gleichzeitig mehr leistet als Aperture? Wäre es dann nicht sinnvoll iPhoto und Aperture einzustellen?

Wenn das so weitergeht, kommt das Betriebsystem für die MacPro’s bald von Adobe oder Google ...

Gruß Uli

Gruß Uli

Also doch LR - aber nix migrieren, sondern alle Neuen nur noch mit LR bearbeiten.
Mal umsehen, ob es noch Versionen gibt, die ohne Cloud auskommen...

sehr, sehr schade...

schönen Abend noch!

Gruß aus Berlin

wieso lr und wieso bearbeiten....ratnesh (wieso rat)

die neue foto.app, der knaller, da wird bearbeitet....aber so neu ist das nicht.
ist doch mal ganz schöne anstatt zu bearbeiten von der kunst bearbeitet zu werden;-)

apple machts möglich.

bild machen, knopfdrücken und warten was rauskommt. der perfekte look, und wie wir alle wissen: keiner weiß besser was der perfekte look ist wie apple.

[Hinweis der Redaktion: Offtopic entfernt.]

Apple wir nur noch zum Mainstream-Nische-Bediener.

sie hatten eine Produkten die noch heruasrachten gegenüber die Konkurrenz. Vermutlich wird final cut pro & co auch in kurze komplett sterben

Was haben wir noch was gut ist?

Ein OS für den Mac was wirklich gut ist wenn man es vergleicht mit die Windows 7&8, aber weiter nichts mehr. Ein Server App ist nicht mehr zu brauchen.

Ich bin dabei das neue 10.10 zu testen. ist der letze Schrott von Design Die krasse Farben blenden sich. Es hat keine Klassik Umgebung um zu den alten Skin zu wechseln.

ich weiss nicht was die in Cupertino basteln, aber zuhören zu die Kunden ist wohl ein Fremdwort. Sie leben wohl in die Euphorie von ihr neues Ufo-Gebäude anstand sich in ihre Stammkundschaft zu versetzen! sie vergeuden immer mehr den Standard Hauptkunden. ich kenne X Kunden aus die Werbebranche die die Platform zu Windows gewechselt haben, da Sie als professionellen Nutzer von Apple nicht seriös genommen werden.

Gruss
Gérard

@viento

würde ich auch sagen, wegen aperture usw...
sagt doch der beckenbauer auch immer...

schön zu sehen daß wir uns einig sind....obwohl es
bei dem apple nichts mitzubestimmen gibt.
darauf kann man sich aber wenigstens verlassen;-)

Ich sage dies nicht, um jemanden zu ärgern (also bitte nicht noch mehr aufregen!): Das Ganze lässt mich relativ kalt.
Ich habe vor langer Zeit mal den Vergleich mit Lightroom angestellt und mich damals für Letzteres entschieden.
Den Grund weiss ich selbst nicht mehr.
War es evtl. die Tatsache, dass Aperture, wie iPhoto Version xy, nach starrem Schema zunächst alle Bilder in eine eigene Datenbank KOPIERTE, statt die Originale zu verlinken und damit den doppelten Speicherplatz beanspruchte?
Falls das gar nicht stimmt, bitte korrigieren! - ich habe weder das eine (iPhoto) noch das andere (Aperture) Programm seither je wieder verwendet!

Aber ich verstehe die Aufregung und den Ärger über das Software-Aus.
Bei Final Cut 7 ging's mir genauso und ich habe bis heute kein Final Cut X installiert und werde es ohne Zwang auch zukünftig nicht tun.
Die DAMALIGE Arroganz und der Ärger darüber hält mich nach wie vor davon ab. Es gibt zum Glück Alternativen.

Also, "schaun wer mal", was Apple da Neues ausbrütet und ob es dann - ausser Social Media Tauglichkeit - auch sonst was Taugliches mitbringen wird!

Die Grundsatzfrage wurde ja schon gestellt:
Liegt Apple softwaremässig überhaupt noch irgendetwas an den Spezialisten, den Profis, den Eigenwilligen, Tüftlern, Eigenbrödlern, den Unangepassten, den "Genies" (mit anderen Worten: den (Zitat) "Crazy Ones, Misfits, Troublemakers", die Steve Jobs in Apples legendärer “Think different”-Werbekampagne einst ganz ins Zentrum rückte ??
Oder geht's hier nur noch um "New Hypes for the Masses" ?

[quote=X-Rayer]Ich sage dies nicht, um jemanden zu ärgern (also bitte nicht noch mehr aufregen!): Das Ganze lässt mich relativ kalt.
Oder geht's hier nur noch um "New Hypes for the Masses" ?[/quote]

würde es mich auch, die feuerwehr braucht man deshalb sicherlich nicht zu rufen. erster oder zweiter stock an software, das lässt den apple-user moderner tage völlig kalt.

edit: also das mit den stöcken, das kommt aus den guten alten einzelhandelstagen. 1 Stock geht so software, 2 stock die sorte die geld kostet aber ordentlich was leisten kann....

[quote=X-Rayer]
Liegt Apple softwaremässig überhaupt noch irgendetwas an den Spezialisten, den Profis, den Eigenwilligen, Tüftlern, Eigenbrödlern, den Unangepassten, den "Genies" (mit anderen Worten: den (Zitat) "Crazy Ones, Misfits, Troublemakers", die Steve Jobs in Apples legendärer “Think different”-Werbekampagne einst ganz ins Zentrum rückte ??
Oder geht's hier nur noch um "New Hypes for the Masses" ?[/quote]

Der Punkt ist gut! Steve Jobs hatte wenigstens noch eine Vision - und die Eier, sie gegen alle Widerstände durchzusetzen. Der neue Chef hat wohl nicht das Standing und so macht Apple jetzt das, was alle Marktführer irgendwann machen: Sie gehen keine Risiken mehr ein und hecheln Mainstream und Umsätzen hinterher.

Klar wird die neue "Fotos"-App Profi und Freizeitknipser gleichermassen bedienen können. Ist natürlich genial, beide Software zusammenzulegen. Warum?

- Gleiche Standardoberfläche für "Privatuser" und "Poweruser" - niemand braucht umzulernen
- "Foto" für Privatuser kostenlos
- "Foto" für Profis wird durch In-App-Kauf zur Profisoftware aufgeblasen (zu einem Preis, der heiss ist)

So könnte es kommen - wenn man denn ein wenig Fantasie hat ...

[quote=Waldknoblauch]

So könnte es kommen - wenn man denn ein wenig Fantasie hat ...[/quote]

Das wäre schön. Nur wecken die Verschlimmbesserungen in Mail, Vorschau, Adressbuch und iCal von 10.6.8 auf 10.9.X bei mir eher die Fantasie, dass wir künftig nur noch eine funktional abgespeckte iOS-Foto-App bekommen, die weder die Fähigkeiten von iPhoto noch die Aperture besitzt.

Aber lassen wir uns überraschen.

Habe sogleich Lightroom gekauft.

Gottseidank war ich noch nie ein sklavischer Apple-Jünger und nach all den über die Jahre ähnlichen Erfahrungen mit nicht fortgeführten Produkten / Software seitens Apple immer schon überaus vorsichtig. So war ich auch nicht so bescheuert, meine Fotos bei Import in der Aperture-Bibliothek selbst zu speichern, sondern habe sie an ihrem ursprünglichen Speicherort belassen.

Als nächstes wird es vermutlich FileMaker Pro erwischen.

Und wenn Apple die Mätzchen fortsetzt - was bei der sprichwörtlichen Abgehobenheit zu erwarten ist - kaufe ich mir halt 'nen anderen Rechner (und zwar einen ohne diesen vermaledeiten Drecksspiegel als Display). Auf meinem MacBook Pro hier laufen - parallel - 2 Windows-Emulationen (7 und 8.1) einwandfrei. Ist kaum noch ein wirklicher Unterschied, nicht wie "früher". Dann kann der nächste Rechner auch gleich einer aus der Windows-Welt sein. Wie gesagt: mir doch egal ..., andere Mütter haben auch schöne Töchter, wie der Volksmund sagt.

Da fällt mir noch ein sensationeller Vorschlag ein: Wenn Apple ohnehin nur noch die Infantilen und Naiven (Stichwort: iCloud) bedienen will, dann sollten sie vielleicht auch gleich noch eine Altersgrenze einführen und sich als Kinderkramkonzern neu aufstellen.