Apple kündigt neues MacBook mit schnelleren Prozessoren, beschleunigter Grafik und längerer Akkulaufzeit an

Apple hat heute eine neue Generation des Zwölf-Zoll-MacBooks vorgestellt. Sie bietet durch den Einsatz der aktuellen Skylake-Prozessoren von Intel eine höhere Rechenleistung und eine beschleunigte Grafikdarstellung bei einer gleichzeitig gestiegenen Akkulaufzeit. Ebenfalls neu sind schnellere SSD-Laufwerke und eine zusätzliche Farbe (Roségold). Die Preise blieben gegenüber dem 2015er MacBook unverändert und beginnen bei 1449 Euro.

Intels Core-M-Prozessoren der aktuellen CPU-Architektur Skylake bieten bei gleicher Taktfrequenz eine um bis zu 20 Prozent höhere Rechenleistung als die Vorgänger der Broadwell-Architektur. Der integrierte Grafikchip HD Graphics 515 beschleunigt die Grafikdarstellung gegenüber dem HD Graphics 5300 des 2015er MacBooks um bis zu 25 Prozent.

MacBook

MacBook: Neue Generation mit höherer Leistung und längerer Akkulaufzeit ist da.
Foto: Apple.



Das neue MacBook gibt es in zwei Konfigurationen: mit Core-m3-Prozessor mit 1,1 GHz (zwei Kerne; via Turbo-Boost-Technik bis zu 2,2 GHz) und mit Core-m5-Prozessor mit 1,2 GHz (zwei Kerne; mit Turbo-Boost bis zu 2,7 GHz). Optional erhältlich ist der Core-m7-Prozessor mit 1,3 GHz (zwei Kerne; mit Turbo-Boost bis zu 3,1 GHz). Alle Prozessoren sind mit vier MB L3-Cache ausgestattet.

Ein positiver Nebeneffekt der neuen Skylake-Prozessoren ist der im Vergleich zur Broadwell-Architektur reduzierte Energieverbrauch, wodurch die Akkulaufzeit des MacBooks verlängert wird. Die Akkulaufzeit beim Surfen im Web via WLAN gibt Apple mit maximal zehn Stunden an (2015er MacBook: maximal neun Stunden). Bei der Video-Wiedergabe in iTunes sind es bis zu elf Stunden (2015er MacBook: bis zu zehn Stunden).

Apple verspricht für das neue MacBook außerdem schnellere SSD-Laufwerke, machte zum Leistungszuwachs jedoch keine näheren Angaben. Das Design und die übrigen technischen Daten blieben unverändert. Dazu gehören acht GB Arbeitsspeicher, ein SSD-Laufwerk mit 256 oder 512 GB Speicherkapazität, WLAN nach 802.11ac, Bluetooth 4.0, eine USB-C-Schnittstelle, ein 3,5-Millimeter-Klinkensteckeranschluss, eine FaceTime-Kamera mit einer Auflösung von 480p, Stereolautsprecher, eine beleuchtete Tastatur und das Force-Touch-Trackpad.

Das Notebook wiegt 920 Gramm und ist (an der dicksten Stelle) 13,1 Millimeter dünn. Das Vollmetall-Gehäuse (Aluminium) kommt ohne Lüfter aus. Das Zwölf-Zoll-Retina-Display arbeitet mit einer Auflösung von 2304 mal 1440 Bildpunkten bei einer Pixeldichte von 226 ppi und einem Seitenverhältnis von 16:10.

Die beiden MacBook-Modelle im Überblick

• Zwölf-Zoll-Retina-Display, Core-m3-Prozessor mit 1,1 GHz Basistakt (zwei Kerne), acht GB Arbeitsspeicher, 256-GB-SSD, HD Graphics 515, USB-C, Bluetooth, WLAN. Preis: 1449 Euro bzw. 1399 Franken. Core-m7-Prozessor mit 1,3 GHz (zwei Kerne) gegen Aufpreis (300 Euro bzw. 275 Franken).

• Zwölf-Zoll-Retina-Display, Core-m5-Prozessor mit 1,2 GHz Basistakt (zwei Kerne), acht GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, HD Graphics 515, USB-C, Bluetooth, WLAN. Preis: 1799 Euro bzw. 1699 Franken. Core-m7-Prozessor mit 1,3 GHz (zwei Kerne) gegen Aufpreis (180 Euro bzw. 165 Franken).

Die 2016er Generation des MacBooks ist ab sofort bei Apple und im Handel erhältlich.

Nachtrag (15:15 Uhr): Im MacBook kommt nun schnellerer Arbeitsspeicher - LPDDR3-RAM mit 1866 MHz - zum Einsatz. Im Vorgänger wird LPDDR3 mit 1600 MHz verbaut.

Nachtrag (20. April): Details zum neuen MacBook: Benchmarks, Akku, Softwareupdate.

Nachtrag (22. April): Neues MacBook jetzt in Apple-Läden erhältlich, Benutzerhandbuch veröffentlicht.

Nachtrag (26. April): 2016er MacBook: Benchmarks zu Grafikchip und SSD-Laufwerk.

Kommentare

Ein ganz solides Update, finde ich

Höhere Leistung und längere Akkulaufzeit - was will man mehr. Wünschenswert wäre vielleicht noch eine kombinierte Schnittstelle für USB C und Thunderbolt 3 gewesen. Aber vermutlich spart sich Apple die Ankündigung von Thunderbolt 3 für die Pro-Geräte auf.

Alles schön und gut, ABER

die weiter bestehende Beschränkung auf nur eine USB-C Schnittstelle ergibt für mich wenig Sinn. Wenn man beim MacBook Hardware anschließen und dauerhaft nutzen will, braucht man Adapter bzw. Docks. Und zwar Adapter/Docks, bei denen USB C durchgeschleift ist, damit man das Netzteil anschließen kann - denn so lobenswert die lange Akkulaufzeit auch ist, irgendwann muss der Akku aufgeladen werden. Das Fehlen eines zweiten USB-C Ports ist IMHO weiter ein großes Manko am MacBook.

Wer braucht schon Schnittstellen?

Nicht nur das kein USB3 Anschluss mehr da ist. Es gibt auch keinen Thunderbolt Anschluss, das ist ja nun zusammen 1xUSB-C. Und wenn man das MacBook an einen externen Monitor anschliessen möchte und vielleicht auch noch einen Drucker braucht, einen USB-Stick und einen externe Festplatte anschliessen möchte, dann steht man da und sucht nach dem USB-C Adapter Verteiler, den es nicht gibt. Was für ein Mist.

Einfach 40 Euro mehr ausgeben

und zwar für

http://www.macgadget.de/News/2015/12/01/Leicke-Neuer-USB-C-Adapter-mit-H...

USB-C-Adapter mit HDMI, USB-A-Port und Schnittstelle für MacBook-Netzteil.

Ich mag das ultra kompakte Design des MacBooks! Sehr leicht, sehr dünn und nach dem heutigen Upgrade dann auch genügend Rechenleistung für alle Brot-und-Butter-Aufgaben.

Wer unterwegs mehr Schnittstellen und mehr Power braucht, greift zum - hoffentlich bald ebenfalls aktualisierten - MacBook Pro.

Geht auch teurer

Oder den Original Apple-Adapter für knapp 90,--€

Schon klar

Aber aus welchem Grund sollte man den Adapter von Apple kaufen, wenn man den Adapter von Leicke, der die gleichen Anschlüsse hat, für weniger als die Hälfte des Preises bekommt?

@derballist rund

War von mir ironisch gemeint. Ich frage mich sowieso, für welche Zielgruppe das MacBook gedacht ist?

Technologiestudie?

Vielleicht sollte man das MacBook eher als Technologiestudie betrachten. Als ein Gerät, das die Richtung für andere Mac-Laptops vorgibt. Mal ein Zitat aus der Apple-Pressemitteilung:

"MacBook ist der dünnste und leichteste Mac, den wir jemals gebaut haben – und ist unsere Vision der Zukunft des Notebooks", sagt Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple. "

Da braucht man nur eins und eins zusammenzählen. Die Fortschritte beim Design werden aller höchstwahrscheinlich auch beim MBP einfließen. Als Ersatz für das MacBook Air sehe ich das MacBook noch nicht - dazu fehlt ihm die Leistung, auch ist der Preis zu hoch (zumindest noch).

Ein paar spontane Gedanken

Hannes schrieb:

"MacBook ist der dünnste und leichteste Mac, den wir jemals gebaut haben – und ist unsere Vision der Zukunft des Notebooks", sagt Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple."

... Die Fortschritte beim Design werden aller höchstwahrscheinlich auch beim MBP einfließen. ...


Jetzt wird es vielleicht einige harte Kritiker geben, die in Versuchung kommen, "der dünnste Mac" zu der "der dümmste Mac" umzuformulieren.
So weit würde ich nicht gehen.
Das "Slim Down"-Konzept (Schlimm-Down ;-)) hat schon seinen Reiz.
Die Notebooks werden immer dünner und die benötigten Docks immer dicker.

Das Konzept der Docking Station ist ja nicht neu: Man klinkt sein Notebook mit Docking-Anschluss in seine Desktop-Umgebung ein und hat sofort sämtliche Anschlüsse und Zugänge zur Verfügung, die man unterwegs von A nach B nicht benötigt, weil man dort nur surft & schreibt.

Vom Gewicht her etwa beim iPad Pro mit seinem 12.9 Zoll-Schirm (knapp über 700 Gramm), wenn man die Tastatur des MacBook wegrechnet.
Vom Bedienkonzept natürlich etwas Anderes - inkl. beleuchtete, echte Tastatur plus volles OS X.

Ein Hybrid-Konzept lehnt Apple bisher ab - man will die 2 Linien strikt auseinanderhalten (sowohl die Hardware als auch iOS und Mac OS).

Absolute Minimal-Ausstatung für die, die dem Reiz des Leichten, Schlanken, Eleganten nicht widerstehen können (vielleicht zähle ich mich ja irgendwann auch dazu? - im Augenblick denke ich allerdings eher über 500 Gramm schwereres 13 Zoll MacBook mit sämtlichen Anschlüssen nach!): Ein Immer-Dabei-Dock (wirklich IMMER dabei!) wie das oben von "derballistrund" verlinkte.
Dazu eine Frage: Sagt die Bezeichung "USB-A" eigentlich irgendetwas über die USB-Transfer-Rate aus oder eher über die Stecker-Form?

Noch eine Idee: Wenn Apple hier die "Design bedeutet uns alles"-Philosophie bis an die Grenzen auslotet, dann könnten sie vielleicht am anderen Ende (dort, wo Design nicht alles ist) im Gegenzug auch den Profis wieder einen Schritt entgegenkommen: Mit einem modular und zugänglich aufgebauten, ausbaubaren Mac Pro statt einer hermetisch abgeschlossenen Designer-Tonne.