Apples App-Stores: Werbung in Suchergebnissen, schnellere App-Freigabe

09. Jun 2016 11:30 Uhr - sw

Ende letzten Jahres hat Apple-Marketingchef Phil Schiller die Leitung der App-Stores für OS X, iOS, tvOS und watchOS übernommen. Damals erklärte das Unternehmen, dass unter der Führung von Schiller neue Strategien zum Ausbau des App-Store-Ecosystems entwickelt werden sollen. Diese Bemühungen tragen nun erste Früchte. Apple hat wenige Tage vor dem Beginn der Entwicklerkonferenz WWDC bedeutende Änderungen für die App-Stores bekannt gegeben.

Demnach wurde die Freigabe von App-Updates und neu eingereichten Apps deutlich beschleunigt. Dazu sei der komplette Review-Vorgang umstrukturiert worden, erklärte Schiller. Die Hälfte aller eingereichten Apps werde inzwischen innerhalb von 24 Stunden in den App-Stores veröffentlicht. 90 Prozent der Apps würden innerhalb von zwei Tagen freigegeben. Dies deckt sich mit Zuschriften, die MacGadget in den letzten Wochen von verschiedenen Entwicklern erhalten hat. Zuvor konnte es bis zu zwei Wochen dauern, bis Apple eine App freigeschaltet hat.

Mac-App-Store

App-Stores: Apple lässt künftig Werbung in Suchergebnissen zu.
Bild: Apple.



Gerüchte, wonach es künftig bezahlte Werbung in den Suchergebnissen der App-Stores geben wird, haben sich bewahrheitet. Apple wird die Funktion im Laufe des Sommers zunächst in den USA testen. Demnach bleibt die Werbung ausschließlich auf die Suchergebnisse beschränkt, dort soll immer nur eine Anzeige eingeblendet werden. Apple will die Werbung mittels eines Auktionssystems verkaufen, wobei die Entwickler nur dann zahlen, wenn der User die Anzeige anklickt bzw. antippt. Für die Werbeschaltung wählen die Entwickler Suchbegriffe aus, bei denen ihre Anzeige eingeblendet werden soll.

Abonnements werden ab Herbst für alle App-Kategorien möglich sein. Bisher lässt sie Apple nur für bestimmte Apps, darunter Streamingdienste, zu. Apple kommt in puncto Umsatzaufteilung den Entwicklern entgegen. Im ersten Jahr eines Abonnements bleibt es beim bisherigen System, wonach Apple 30 und der Anbieter 70 Prozent des Kaufpreises erhält. Ab dem zweiten Jahr eines Abonnements wird die Aufteilung zu 15/85 Prozent geändert.

Apple hat zudem die Suchfunktion optimiert. Sie soll künftig passendere Ergebnisse liefern. Außerdem kehrt im iOS-App-Store das Tab "Kategorien" zurück. Bei den App-Empfehlungen werden bereits heruntergeladene Apps nun nicht mehr angezeigt.

Kommentare

Verstehe ich das also richtig, dass sich Apple weiterhin weigert, Upgrade-Optionen für Apps einzuführen? Das ist so rückständig...

Und was ist mit den zum Teil völlig überzogenen technischen Restriktionen im Mac App Store?