Neue Schulden: Apple leiht sich sieben Milliarden Dollar in USA

231,5 Milliarden US-Dollar finanzielle Reserven bei 68,9 Milliarden US-Dollar Schulden – so lautete Apples Kassenstand zum Ende des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2016. Nun leiht sich Apple erneut Geld – in den USA nahm das Unternehmen durch Ausgabe einer Schuldverschreibung insgesamt sieben Milliarden US-Dollar ein. Die Anleihe besteht aus fünf Tranchen mit Laufzeiten von drei bis 30 Jahren zu Zinsen zwischen 1,1 und 3,85 Prozent. Apple hat mit der Ausgabe unter anderem die Deutsche Bank, Goldman Sachs, Merrill Lynch und J.P. Morgan beauftragt.

Apple-Firmenzentrale

Die Apple-Konzernzentrale in Cupertino.
Bild: Joe Ravi (Lizenz: CC-BY-SA 3.0).



Apple verwendet das Geld für Dividendenzahlungen, Aktienrückkaufe und Firmenübernahmen. Über 90 Prozent von Apples Finanzreserven befinden sich außerhalb der USA. Bei einem Transfer ins Heimatland müsste Apple Steuern von ungefähr 35 Prozent entrichten. Angesichts weltweit sehr niedriger Zinsen ist es für den Konzern günstiger, sich Geld zu leihen, zumal an der Kreditwürdigkeit Apples keinerlei Zweifel bestehen.

Apple hat in der Vergangenheit nicht nur Anleihen in US-Dollar, sondern auch in Euro, Schweizer Franken, Yen, Pfund Sterling und australischer Dollar ausgegeben. Da Apple weiterhin im großen Stil Aktien zurückkauft, die Dividende in den letzten Jahren schrittweise erhöht hat und regelmäßig Firmen übernimmt, dürfte sich an der Vorgehensweise des Mac- und iPhone-Herstellers auf absehbare Zeit nichts ändern, solange die Zinsen niedrig bleiben und die US-Steuerregelungen nicht geändert werden.