Apple mistet den iOS-App-Store aus – veraltete Apps werden entfernt

Für iPhone und iPad gibt es eine gigantische Softwareauswahl – mehr als zwei Millionen Apps stehen zum Download bereit. Allerdings sind darunter auch eine Menge Apps, die seit vielen Jahren keine Updates erhalten haben und/oder auf aktueller Hard- und Software nicht mehr funktionieren. Apple geht dieses Thema nun endlich an und hat Aufräumarbeiten im iOS-App-Store angekündigt.

Ab dem 07. September werden diejenigen iOS-Apps entfernt, die nicht mehr richtig funktionieren oder die seit langer Zeit keine Updates mehr erhalten haben. Auch Softwaretitel, die nicht mehr den App-Store-Richtlinien entsprechen, fliegen nach Angaben von Apple raus. Zuvor werden die betroffenen Entwickler benachrichtigt und erhalten 30 Tage Zeit, um ihre Software anzupassen. Geschieht dies nicht, werden die Apps gelöscht. Apps, die direkt beim Start abstürzen, werden sofort vor die Tür gesetzt.

Mac-App-Store

App-Store: Veraltete iOS-Apps fliegen raus.
Bild: Apple.



Darüber hinaus tritt ab sofort eine weitere Neuerung in Kraft: App-Namen sind nun auf maximal 50 Zeichen beschränkt. In der Vergangenheit nutzten laut Apple einige Hersteller absichtlich sehr lange App-Bezeichnungen in der Hoffnung, über die Suchfunktion besser gefunden zu werden. Dabei seien oft Begriffe verwendet worden, die mit dem Inhalt der App nichts zu tun hätten.

Apple will mit beiden Änderungen die Qualität im iOS-App-Store erhöhen. Vermutlich wird der kalifornische Computerpionier im Mac-App-Store ähnliche Maßnahmen durchführen. Seit Ende 2015 kümmert sich Apple-Marketingchef Phil Schiller um die Weiterentwicklung der App-Stores für Mac, iOS, tvOS und watchOS. Zur WWDC 2016 in San Francisco wurden erste Neuerungen bekannt gegeben, darunter eine beschleunigte Freigabe von eingereichten Apps und eine optimierte Suchfunktion. Ab Herbst erhalten Entwickler die Möglichkeit, bezahlte Werbung in Suchergebnissen zu platzieren.