Gerücht: Apple soll mit Carl Zeiss an Augmented-Reality-Brille arbeiten

10. Jan 2017 14:30 Uhr - Redaktion

Die Spekulationen über eine Augmented-Reality-Brille von Apple haben neue Nahrung erhalten. Bereits im November kursierten Gerüche, wonach sich ein solches Produkt beim kalifornischen Unternehmen in der Testphase befinden soll. Nun lässt der bekannte Blogger Robert Scoble mit einer Aussage aufhorchen: er will auf der Fachmesse CES 2017 in Las Vegas erfahren haben, dass Apple angeblich mit Carl Zeiss an einer Augmented-Reality-Brille arbeitet.

Dies habe ihm ein Mitarbeiter von Carl Zeiss bestätigt, schreibt Scoble. Carl Zeiss war auf der CES 2017 mit einem Stand im Augmented-Reality-Bereich vertreten. Carl Zeiss zeigte dort jedoch keine Produkte - die Kooperation zwischen Apple und dem deutschen Unternehmen soll der Grund dafür gewesen sein. Scoble erwartet eine Augmented-Reality-Brille von Apple bereits für dieses Jahr. Den Gerüchten vom Herbst zufolge soll es jedoch frühestens 2018 soweit sein.



Smart Glasses – intelligente Brillen – erhielten vor einigen Jahren durch die Markteinführung von Google Glass größere Aufmerksamkeit. Das wesentliche Einsatzgebiet von Smart Glasses ist das Feld der Augmented Reality (AR). Apple-Chef Tim Cook ließ mehrfach verlauten, dass er Augmented Reality für ein interessantes Thema hält.

Augmented Reality (erweiterte Realität) bedeutet, dass im Sichtbereich Zusatzinformationen eingeblendet werden. So können etwa Informationen über Sehenswürdigkeiten für Touristen oder standortbezogene Wetterberichte angezeigt werden, Erläuterungen bei einem Museumsbesuch oder aber auch Hinweise auf Sonderangebote in nahegelegenen Geschäften. Allerdings gebe es bei AR noch mehrere technische Herausforderungen zu meistern, so Cook.

Eine intelligente Brille wäre Apples zweites Wearble-Produkt nach der Apple Watch. Wearables beschreibt Computertechnik, die direkt am Körper getragen und genutzt wird. Google Glass konnte sich allerdings nicht durchsetzen, Anfang 2015 wurden Verkauf und Weiterentwicklung des Produkts gestoppt. Das Produkt wurde hinsichtlich des konkreten Nutzwertes, der kurzen Akkulaufzeit sowie aus Datenschutz- und Privatsphärengründen mitunter heftig kritisiert.

Der Mac- und iPhone-Hersteller hat sein AR-Knowhow in den letzten Jahren durch Firmenübernahmen erweitert, darunter die Münchner Firma Metaio und das Unternehmen PrimseSense, das das Kinect-System für die Microsoft-Spielkonsole Xbox 360 entwickelt hat.