Publishing-Software QuarkXPress erhält Bildbearbeitungsfunktionen

01. Mär 2017 11:00 Uhr - sw

Der Softwarehersteller Quark hat heute die nächste Generation seiner Publishing-Lösung QuarkXPress angekündigt. QuarkXPress 2017 soll im zweiten Quartal auf den Markt kommen und bietet als wichtigste Neuerung Bildbearbeitungsfunktionen, um Bilder direkt in der Anwendung editieren zu können.

"Bearbeiten Sie Bilder, indem Sie Tonwertkorrekturen vornehmen und Gradationskurven einstellen, Helligkeit und Kontrast ändern, Gammakorrekturen anwenden und vieles mehr", teilte das Unternehmen mit. Die Bearbeitung erfolgt nicht-destruktiv, d. h. das Originalbild bleibt stets unverändert. Der neue Blend-Modus ermöglicht die Verrechnung zwischen zwei oder mehreren überlappenden Objekten inklusive Bildern.

Auch einige Bildbearbeitungsfilter sind in QuarkXPress 2017 an Bord. Dabei handelt es sich beispielsweise um Unschärfemaskierung, Reliefs und das Nachzeichnen von Konturen. Diese Filter können problemlos am Ende des Workflows angewendet werden, zum Beispiel die Unschärfemaskierung, so dass nur ein Bild benötigt wird, auch wenn es mehrere Ausgabeziele dafür gibt (unterschiedliche Größen, Web, mobile Geräte...).



Zu den weiteren Neuerungen in QuarkXPress 2017 gehören zusätzliche Typografiewerkzeuge (darunter Textkonturen, Textschattierung/Textkasten und Spaltenspanner/Spaltentrenner), Erzeugung von responsiven HTML-5-Inhalten, eine Befehl zum Bereinigen von Caches, eine verbesserte Verwaltung von Erweiterungen sowie die Umsetzung zahlreicher Anwenderwünsche. Darunter sind beispielsweise geschützte Textattribute, verbessertes Umwandeln in native Objekte, eine adaptive Formatkonvertierung, Linien zwischen Spalten, Darstellung der zuletzt benutzten Schriften und verbesserter Word-Import.

QuarkXPress 2017 setzt mindestens OS X Yosemite voraus und kostet 999 Euro. Das Upgrade von QuarkXPress 2016 schlägt mit 185 Euro, von QuarkXpress 2015 mit 199 Euro und von Version 3-10 mit 399 Euro zu Buche. Wer ab heute bis zum Erscheinen von QuarkXPress 2017 den Vorgänger QuarkXPress 2016 erwirbt, erhält die 2017er Version kostenlos dazu.

Kommentare

Auch wenn Quark keine nennenswerte Rolle mehr spielt und die letzten Innovationen eher fragwürdig sind: überlässt man Adobe dieses Feld auch noch konkurrenzlos, wird dieser Konzern es GENAUSO handhaben wie damals Quark, als es noch Alternativlos gewesen ist. Das durften die User bereits beobachten, als Macromedia geschluckt wurde, ich sage nur Freehand. Manchmal ist das Schlechtere des Guten Feind: wer Illustrator ersonnen und weiterentwickelt (?) hat, schmort hoffentlich irgendwann in der App-Hölle... und die Jungs von Apple gleich mit, die Rosetta ab 10.7 abgeschafft haben.
Zurück zu Quark: eine nondestruktive Bildbearbeitung hört sich nett an, doch wofür? Die Leute, die für die Bildbearbeitung bisher Photoshop benutzt haben, werden die rudimentären Funktionen nicht einsetzen, und die Layouter, die bisher keine Bildbearbeitung gemacht haben, sollten sie nicht einsetzen, da sie wenig Erfahrung diesbezüglich haben.
Trotzdem fahre ich immer noch zweigleisig, um nicht vollumfänglich von Adobe mein Userverhalten diktiert zu bekommen, also verwende ich Quark und InDesign.
Leider ist aus FreeFreehand nichts geworden, dabei wäre es ein Klacks für Adobe gewesen, den Sourcecode für freie Entwickler zu veröffentlichen.
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, möge es Adobe ähnlich ergehen wie Quark!

Hallo zone4
[quote=zone4] und die letzten Innovationen eher fragwürdig sind:[/quote]
Was sind den die letzten fragwürdigen Innovationen von QuarkXpress, alle Anwenderkommentare die ich gelesen habe fanden die Entwicklung gut.

gruss quarkler