Einschätzung zu Apples Desktop-Ankündigungen: Spät die Kurve gekriegt

Wie aus dem Nichts sind am Dienstag Apples Ankündigungen zur Zukunft der Desktop-Macs aufgetaucht. Dabei überraschte der sonst so geheimniskrämerische Hersteller nicht nur mit konkreten Angaben zu den in der Entwicklung befindlichen Produkten, sondern räumte auch offen Fehler ein und gab tiefe Einblicke in die Mac-Abteilung. Doch wie sind die Aussagen von Apple einzuschätzen?

Zunächst ein Überblick über die wichtigsten Ankündigungen von Apple:

Mac Pro: Apple hat eingestanden, mit der aktuellen Mac-Pro-Generation die meisten Anwender nicht zufriedengestellt zu haben. Das Unternehmen entschuldigte sich bei denjenigen Usern, die ein erweiterbares System und regelmäßige Produktupgrades erwartet haben. Als Konsequenz kündigte Apple an, an einem komplett neuen Mac Pro zu arbeiten, der modular aufgebaut ist, sich gut erweitern lässt und den der Hersteller in Zukunft regelmäßig aktualisieren will. Allerdings wird der neue Mac Pro in diesem Jahr nicht mehr fertig.

Bildschirme: Erst im vergangenen Jahr zog sich Apple aus dem Monitorgeschäft zurück – das Thunderbolt-Display wurde eingestellt, einen Nachfolger gab es nicht. Nun erfolgt die Kehrtwende. Neben einem neuen Mac Pro entwickelt das Unternehmen wieder in Eigenregie einen Bildschirm für professionell arbeitende Anwender.

Mac Pro

Mac Pro: Apple arbeitet an modularem, erweiterbaren Nachfolgemodell.
Foto: Apple.



iMac: Im weiteren Jahresverlauf will Apple eine neue iMac-Generation vorstellen. Die Besonderheit dabei: darunter sollen spezielle Konfigurationen für den Einsatz in professionell-produktiven Umgebungen sein.

Mac mini: Konkrete Ankündigungen zu einer neuen Mac-mini-Generation nahm Apple nicht vor, betonte allerdings, dass der kompakte Desktop ein wichtiges Produkt im eigenen Angebot sei. Daraus kann man schließen, dass neue Modelle in Arbeit sind.

Prozessoren: Apple machte klar, dass keinerlei Pläne für einen Wechsel der Prozessorarchitektur bestehen. Macs sollen auch in Zukunft von Intel-Prozessoren angetrieben werden.

Analyse: Apple schafft endlich Klarheit

Die Missstände im Mac-Bereich haben sich in den letzten Monaten zugespitzt. Nicht nur ausbleibende Aktualisierungen der Desktop-Baureihen Mac Pro, iMac und Mac mini sorgten für erheblichen Unmut unter den Anwendern, sondern auch der radikale Schnittstellenumbruch und die Preispolitik beim neuen MacBook Pro, die von etlichen Usern mit Skepsis aufgenommene Touch-Bar-Funktionsleiste und nicht zuletzt das Desaster um das "UltraFine 5K Display".

Apple blieb all dies nicht verborgen. Das Grummeln in sozialen Netzwerken und Foren hat an Schärfe zugenommen und immer häufiger kam – auch in den Medien - die Frage auf, wie stark Apple überhaupt noch hinter dem Mac steht. Aus der Gerüchteküche verlautet in diesen Tagen, dass es letztlich die wachsende Kritik aus der Mac-Community gewesen sei, die Apple dazu gebracht habe, die eigene Strategie zu überdenken.

Neue iMac-Modellreihe

iMacs: Neue Konfiguration für die kommenden Monate erwartet.
Foto: Apple.



Apple-Marketingchef Phil Schiller bestätigte dies indirekt. Er sagte, aus der Gruppe der Pro-User habe man viel Feedback bekommen, das man sich zu Herzen genommen habe. Man habe mit vielen Mac-Anwendern aus dem professionellen Umfeld gesprochen, sich mit ihnen getroffen, um zu verstehen, wie sie Macs einsetzen und wie ihre Workflows aussehen. Es ist ein Eingeständnis, dass die Mac-Produktpolitik in den letzten Jahren alles andere als optimal verlaufen ist.

Apples Weg an die Öffentlichkeit war der dringend notwendige Befreiungsschlag, um spät, aber gerade noch, die Kurve im (professionellen) Mac-Bereich zu kriegen. Das Unternehmen ist sich offenkundig bewusst geworden, dass ein "Weiter so!" die schlechteste aller Möglichkeiten ist. Nur so ist es zu erklären, dass Apple in ungewohnter Offenheit Produkte vorangekündigt, Fehler eingeräumt und revidiert sowie klare Aussagen zum Mac getroffen hat. Gleich mehrfach betonten Apples Manager, dass der Mac ein bedeutender Teil von Apples Zukunft sei, man stark in den Mac investiere und einige der talentiertesten Ingenieure an der Weiterentwicklung des Systems arbeiten würden. Unter dem Strich schafft Apple dadurch Perspektive und Zukunftssicherheit unter Anwendern, Entwicklern, Händlern und Zubehörherstellern, unter denen die Unsicherheit zuletzt deutlich zu spüren war.

Besonders erfreulich: mit der Ankündigung, wieder einen modular aufgebauten, erweiterbaren Mac Pro zu entwickeln, geht Apple auf eine zentrale Forderung vieler User ein. Technische Daten zu dem neuen System liegen freilich noch nicht vor, doch Apples umfassende Aussagen rund um die wachsende Bedeutung von GPUs legen stark die Vermutung nahe, dass es künftig wieder PCIe-Steckplätze geben wird, um bei Bedarf stärkere Grafikkarten nachzurüsten - für viele Anwendungsbereiche ist dies der entscheidende Punkt.

Natürlich geht es dabei auch ums Geld, keine Frage. Laut Apple gibt es mittlerweile weltweit fast 100 Millionen Mac-Nutzer, das Mac-Hardwaregeschäft hat ein Volumen von 25 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Gefahr einer Abwanderung von Pro-Mac-Usern ist aufgrund der geschilderten Fehlerentwicklungen immer realer geworden – was schlussendlich auch negative Auswirkungen auf die anderen Geschäftsbereiche Apples gehabt hätte.

Apple-Firmenzentrale

Die Apple-Konzernzentrale in Cupertino.
Bild: Joe Ravi (Lizenz: CC-BY-SA 3.0).



Die Kalifornier handeln also auch zu einem erheblichen Teil im eigenen Interesse. Auf der anderen Seite hat sich Apple durch die gezeigte Offenheit und die detaillierten Erläuterungen von Marketingchef Schiller, Hardware-Entwicklungschef Ternus und Software-Entwicklungschef Federighi wieder Sympathien und Vertrauen erworben – nun liegt es ganz allein an Apple, dass diese nicht verspielt werden. Das Unternehmen muss in den nächsten Monaten und Jahren liefern – und sperrt hoffentlich künftig die Ohren ein wenig früher und weiter auf, wenn sich Kritik aus der Community häuft.

Hintergrund: Apple hat für die Ankündigungen am Dienstag einen ungewöhnlichen Weg gewählt. Eine Handvoll US-Medienvertreter traf sich mit Schiller, Ternus und Federighi in der Unternehmenszentrale in Cupertino zu einer Gesprächsrunde. Apple selbst gab keine Pressemitteilung heraus, dafür veröffentlichten beispielsweise der renommierte Blogger John Gruber und das Magazin TechCrunch Mitschriften bzw. ausführliche Zitate der Sitzung.

Kommentare

Ein Schritt in die richtige Richtung...

...dem jedoch noch weitere folgen müssen (d. h. greif- und kaufbare Produkte).

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich eher mit der sang- und klanglosen Einstellung des Mac Pro gerechnet als mit der Entwicklung eines Nachfolgemodells, das sich wieder richtig erweitern lässt, z. B. mit Grafikkarten.

Insofern bin ich positiv überrascht - mit einer 180 Grad Drehung von Apples Produktpolitik haben wohl die allerwenigsten gerechnet. Ich denke, dass der Druck auf Apple zuletzt gigantisch gewesen sein muss. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass z. B. ein Phil Schiller ausgiebig aus dem "Nähkästchen" plaudert. Normalerweise herrscht bei Apple immer Geheimhaltungsstufe oberster Kategorie.

Apple ist also doch noch lernfähig. Das ist gut zu wissen und schafft wieder etwas mehr Vertrauen und Bindung. Bei Intel zu bleiben, ist ebenso konsequent wie die Weiterführung von iMac und Mac mini, die nicht umsonst ihren Platz in der Produktmatrix haben.

Unter dem Strich: IMHO eine gute Woche für den Mac! Lang Lebe der Desktop! ;-D

Der Meinung schließe ich mich an

Ich falle zwar nicht 100%ig in die Mac Pro Zielgruppe, setzte aber (andere) Macs ebenfalls beruflich ein. Verbesserungen in diesem Bereich wären sehr begrüßenswert, angefangen bei einer wieder vernünftigen Hardwarepolitik. Man kann jetzt etwas aufatmen, ich hatte ehrlich gesagt schon diverse Zweifel, ob Apple neben iPhone & Co. überhaupt noch Interesse am Mac hat. Insofern gibt es jetzt Entwarnung. Aber, da stimme ich ebenfalls zu, jetzt muss Apple die Ankündigungen auch umsetzen.

Auch wenn ich es hinterher schon vorher gewußt habe:

Genau dasselbe habe ich schon vor 3 oder 4 Jahren gefordert (modularer Mac Pro, der erweiterbar ist), aber da war ich auch nicht der einzige vermutlich. Apple hätte einfach mal die einschlägigen Foren rechtzeitig zur Kenntnis nehmen sollen. Schließlich waren die treuen Pro User immer Apples Kernzielgruppe, und sie haben dier Firma auch in den härtesten Zeiten die Treue gehalten.

Dass jetzt tatsächlich ein modularer Mac Pro kommen soll, ist eine ausgezeichnete Nachricht. Ich bin aber trotzdem zufrieden mit meinen 6-core-Mac Pro (2013), denn er ist leistungsfähig, stromsparend, mit schnellen Schnittstellen ausgerüstet und unter allen Betriebsbedingungen sehr leise.

Wenn also in ein bis zwei Jahren ein modularer Mac Pro herauskommt, kann ich meinen 2,6 GHz vier Kern-Mac mini 2012 an einem weiteren Arbeitsplatz in Rente schicken. Das sind doch gute Aussichten. Ich finde es auch gut, dass Apple auch eine Perspektive aufzeigt und nicht ständig immer nur die Wundertüte öffnet - oder eben auch nicht. Ich habe oft genug über Apple gemeckert, jetzt rufe ich mal "Bravo".

Man muss Apple jetzt wirklich einmal loben

Nach all der (zum größten Teil) berechtigten Kritik in den letzten Jahren gibt es jetzt ebenso berechtigten Applaus.

Nicht viele Unternehmen von Weltrang haben den Mut, offen zu sagen "ok, wir haben uns ins Abseits manövriert, shit happens, jetzt wollen wir es besser machen". Meistens wird sowas unter den Teppich gekehrt.

Ich kann mich meinen Vorrednern da nur anschließen: es ist ein verdammt gutes Zeichen für uns Mac User und das Schiff scheint wieder auf Kurs zu sein. Ich freue mich schon richtig auf die kommende Hardware!

Einstellen der Profiprodukte

Das war irgendwie ein nicht auszurottender Selbstläufer in 12 von 10 Foren. Es gab eine eindeutige Aussage von Cook, dass das Profigeschäft weitergeht. Das würde der Chef eines börsennotierten amerikanischen Unternehmens niemals wagen, wäre es nicht so. Der wäre in ein, zwei Jahren bis zum Scheitel in Klagen eingedeckt. Aber irgendwie wollte das keiner wahrhaben, es jammert sich in Gemeinschaft halt ganz gut. Vielleicht sollte ich das auch mal versuchen....

Worten...

sollten TATEN folgen - genau da sehe ich durchaus noch viel Luft um nichts, denn WANN kommen diese neuen Produkte?

Ich vermute der Mac Pro erst 2019 und ebenso der Monitor - vielleicht wieder in einem ersten Schub, der dann erst mit dem zweiten die richtige Qualität erreichen wird -also werde ich noch bis 2020/2021 warten müssen - danke, für diese Schlaf-Arie Apples :)) :(

Zitat: ..."und Vertrauen erworben." Also für VERTRAUEN ist es noch VIEL ZU FRÜH !

Diese Glückseligkeitsduselei ist zwar nett zu lesen, aber vollkommen abseits der Realitäten und führt weit ab vom Weg. Apple ist in einem RIESEN DEFIZIT in diesen Hardware-Bereichen - und NOCH SCHLIMMER:

die macOS-Software hinkt hinsichtlich Performance und BUG-Armut weit hinterher.

Da sind noch Welten zu überbrücken, bevor ich von "gebildetem Vertrauen" sprechen würde. Gerade hinsichtlich der Software-Defizite liegt tiefe Skepsis näher als irgendwelche Lobgesänge.

Schau' mer mal ;-) :)))

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von-Windows über 15 Jahre ermüdet... ;-) seit 2010: 4xAir-13",4xiMac 27"-MBP 15"-MacPro-5xiMac 21"-iPhones+iPads

@lieber interessiert(er)

Offenbar hast du die Aussagen von Schiller & Co. nicht richtig gelesen. Erste angekündigte Produkte kommen nicht erst in Jahren, sondern noch 2017: die neuen iMacs inkl. Pro-Configs. Da reden wir von einer Wartezeit von wenigen Monaten. Und ich würde Geld darauf verwetten, dass in diesem Zeitraum auch der Mac mini ein Upgrade erhält. Es wird sich also schon heuer im Desktop Segment etwas tun. Aufgefrischte MacBooks und MacBooks Pro wird es ohnehin geben (Kaby Lake).

Ich stimme dir grundsätzlich zu, dass man erst abschließend urteilen kann, wenn die Produkte tatsächlich da sind. Allerdings hat sich die Situation bei den Desktops binnen drei Tagen derart grundsätzlich geändert, da wird man doch mal ein wenig Optimismus verbreiten dürfen.

macOS Sierra läuft bei mir übrigens tadellos. Ich kann trotz täglicher intensiver Nutzung keine schwerwiegenden Probleme feststellen. Einen Totalabsturz (Kernel Panic) hatte ich seit Jahren nicht mehr (trotz viel Peripherie). Es gibt ein paar kleine Macken, die stören ein wenig, aber das ist absolut nicht kritisch. Wer wirklich schwerwiegende Probleme hat, sollte mal das System neu aufsetzen. Ich sehe leider häufig, dass sinnfrei am System herumpfuscht wird oder absolut unnütze/schädliche Antiviren/Cleaner/Optimierer Programme installiert werden, die das System verbiegen/schrotten. Aber das ist an dieser Stelle jetzt offtopic.

Fazit

Zitat:
Nicht nur ausbleibende Aktualisierungen der Desktop-Baureihen Mac Pro, iMac und Mac mini sorgten für erheblichen Unmut unter den Anwendern, sondern auch der radikale Schnittstellenumbruch und die Preispolitik beim neuen MacBook Pro, die von etlichen Usern mit Skepsis aufgenommene Touch-Bar-Funktionsleiste

Gehn wir's doch mal locker an. Ich suche mir beispielsweise für einen optimalen PehTsee ein Mainboard. Da bekomme ich unter anderem gefühlte 10 USB Schnittstellen, ZWEI davon USB 3.1, einer Gen1 (USB 3 Speed), der andere Gen2 (TB1 Speed) Das war's dann. Habt ihr den Microsoft "iMac" mit ich glaube 27" gesehen? Viele Gute Ideen drin aber KEINE aktuellen Schnittstellen.Da gäbe es echt Grund zum Heulen. In spätestens zwei Jahren lachen sich die MacBook User mit 4 TB3 Schnittstellen darüber scheckig. Die PC User haben inzwischen ein neues Mutterbrett gekauft.

Ich finde die radikale Version absolut richtig. Da kauft man sich eine Docking Kiste mit 10 Schnittstellen und Ruh is.

Die Preise finde ich auch zu hoch

TouchBar hat meiner bescheidenen Meinung nach der grösste Teil der Kritiker das Potential schlicht nicht erfasst. Es ist da und wird uns noch viel Spass machen. Auf Tastaturen und mehr.

Ich fand die Urne übrigens immer klasse. So ein absolut geräuschfreier Rechner, gerade für Musiker ein Genuss. Hätte ich das nötige Kleingeld für eine grosse Konfig gehabt, ich hätte sofort zugeschlagen. Und im Gegensatz zur Alu MacPro kann ich die Heizung im Raum auch mal wieder einschalten. Jetzt ist natürlich nicht der richtige Zeitpunkt zum Kauf

Hinhaltetaktik

Versäumtes viel zu spät nachholen. Aktuelle iMacs erst im Oktober, der Pro erst 2018 oder 2019, lächerlich, als ob Apple die letzten Jahre im Tiefschlaf verbracht hätte, während die Konkurrenz bereits an ihnen vorbei zieht. Selbst als eingefleischter Apple-User spiele ich mit dem Gedanken zu wechseln... soll Apple sich mal auf sein Spielzeug konzentrieren... die ernsthaften Anwender wenden sich ab.

Irgendwer lacht immer ..

gaffer schrieb:
Gehn wir's doch mal locker an. ..

Das sage ich mir auch immer wieder ..

gaffer schrieb:
(PC) .. Da bekomme ich unter anderem gefühlte 10 USB Schnittstellen, ZWEI davon USB 3.1, einer Gen1 (USB 3 Speed), der andere Gen2 (TB1 Speed) Das war's dann. .. In spätestens zwei Jahren lachen sich die MacBook User mit 4 TB3 Schnittstellen darüber scheckig. ..

Dafür haben die "PehTsee"-User jetzt was zu lachen über die "Wo is denn mein Dock geblieben, ich hab's doch nicht etwa verg.. - oh nein, nicht schon wieder!.."-MacBookianer.

Zudem: Welche SSD bringt es bereits auf USB-3 Speed (5 Gbit/s) ? Und welche auf USB-C Speed (10 Gbit/s) ?
Sicher, wenn man ein Dock dranhängt mit 12 Zusatz-Anschlüssen (weil die alle fehlen), dann sind die 40 Gbit/s von TB3 schon ein Vorteil.

gaffer schrieb:
.. Ich finde die radikale Version absolut richtig. ..

Ich nicht. Bin in diesem Fall eher für sanfte Übergänge (Apple traditionell weniger). Zusätzlich 1x USB-3 A auf der einen Seite und HDMI und/oder Ethernet (flacher Spezialstecker) auf der anderen MacBook-Seite, und mein Blutdruck wäre tief geblieben! :-)

gaffer schrieb:
.. Da kauft man sich eine Docking Kiste mit 10 Schnittstellen und Ruh is. ..

Es geht weniger ums Kaufen, es geht ums Mitschleppen und den mobilen Betrieb.

gaffer schrieb:
.. Die Preise finde ich auch zu hoch..

Ich auch.
Kommt zudem auf die Perspektive an: Erinnert mich an "Ich bin zu klein für mein Gewicht" - analog müsste beim MacBook mehr dran(!) & drin sein für den Preis - aber günstiger wäre noch besser - einverstanden!

gaffer schrieb:
.. TouchBar hat meiner bescheidenen Meinung nach der grösste Teil der Kritiker das Potential schlicht nicht erfasst. Es ist da und wird uns noch viel Spass machen. Auf Tastaturen und mehr...

Kein Kommentar - bin noch unentschlossen (für mich bisher kein Kaufkriterium).

gaffer schrieb:
.. Ich fand die Urne übrigens immer klasse. So ein absolut geräuschfreier Rechner, gerade für Musiker ein Genuss. ..

Ich fühle mich in diesem Fall nicht nekrophil gebunden - ein geräuschloses Design (das ich sehr begrüsse) ist ja nicht ans Ausbau-unflexible Urnendesign gebunden - und so ein Lüftungsschacht (falls optimal, weil leise) liesse sich wohl auch in eine schicke Designer-"Kiste" einbauen, die zudem modulare Steckplätze und Bays hat.

Mein Fazit:

In Worten stimmt die Richtung wieder (falls den Desktops tatsächlich wieder ein gebührender Platz in Apples iWelt eingeräumt weden soll) - jetzt fehlen nur noch die Produkte! ;-)

Sehe ich auch so

gaffer schrieb:
Gehn wir's doch mal locker an.
..
Ich finde die radikale Version absolut richtig. Da kauft man sich eine Docking Kiste mit 10 Schnittstellen und Ruh is.

Die Preise finde ich auch zu hoch

TouchBar hat meiner bescheidenen Meinung nach der grösste Teil der Kritiker das Potential schlicht nicht erfasst. Es ist da und wird uns noch viel Spass machen. Auf Tastaturen und mehr.

Ich fand die Urne übrigens immer klasse. So ein absolut geräuschfreier Rechner, gerade für Musiker ein Genuss. Hätte ich das nötige Kleingeld für eine grosse Konfig gehabt, ich hätte sofort zugeschlagen. Und im Gegensatz zur Alu MacPro kann ich die Heizung im Raum auch mal wieder einschalten. Jetzt ist natürlich nicht der richtige Zeitpunkt zum Kauf

DIe Urne war mein zufriedenstellenster Apple-Kauf bisher, trotz Minimalkonfiguration bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Gespannt bin ich auf das neue Tastaturdesign, welches sich jetzt wohl auch in der Pipeline befindet, und ob es beim nächsten Pro vielleicht vielfältigere Schnittstellen geben wird. Ein 8K-Display ist bei meinen alten Augen sowas von überflüssig, aber Apple baut ja schließlich nicht speziell für Dinosaurier ;-)

Gruß Uli

Bin genau deiner Meinung

Nicht die Hardware ist das Schlimmste für den Profi! Es ist das OS X was extrem mangelhaft ist in vergleich zu 5 Jahre zurück! Viel zu viele Bugs!

Sorry, aber das ist nicht die Frage

X-Rayer schrieb:
Welche SSD bringt es bereits auf USB-3 Speed (5 Gbit/s) ? Und welche auf USB-C Speed (10 Gbit/s) ?

Erstens wissen wir alle, dass eine 5 Gbit USB Schnittstelle netto höchstens 3 bringt und es gibt Leute, die verwenden (ich gehöre nicht dazu) ein Raid von mehreren SSDs (die schnellsten SSDs dürften momentan etwa 2GBit haben, ein Raid aus 4 SSDs knackt USB 3 ganz sicher)

Wäre das das einzige Kriterium, könnten wir tatsächlich darüber diskutieren. Aber da kommen noch die Bildschirme. 4k, 5k, 8k ist sicher auch bald da. Und eine Docking Station mitnehmen, wozu? Für 95% aller Jobs beim Kunden reicht ein popeliger Klapprechnerbildschirm und der interne Speicher. Aber daheim möchte ich so was haben. Und da kann ich es nicht vergessen

Dass eine so schnelle Schnittstelle überhaupt erst einige externe PCI Lösungen bedienen kann interessiert nur wenige, ist aber für die essentiell. Also die Aussage: 5GBit sind weit genug ist für mich bereits gestorben. Ausserdem, die schnellen Schnittstellen existieren, warum sollte man sie nicht verwenden, schliesslich will ich nicht in zwei Jahren abgehängt sein.

Zum radikalen Umstieg: Der radikale Umstieg vor 20 Jahren mit nur noch USB am iMac hat diese Schnittstelle überhaupt erst vorwärts gebracht. Er war goldrichtig. Ja, ich hatte auch seriell angebundene Multiport MIDI Interfaces, die teuer waren und nicht mehr gingen. Alle haben geheult, ADB ist weg, Drucker, Modem, you name it. Es ist fast ohne Kollateralschäden überstanden worden. Das wird auch hier der Fall sein

Apples "Dedicatedness" für die Desktop-Macs

gaffer schrieb:
.. Ausserdem, die schnellen Schnittstellen existieren, warum sollte man sie nicht verwenden ..

Bevor ich hier wieder in den "Ring" steige zum fairen Meinungsaustausch, sei gesagt: Vermutlich trennt uns in Bezug auf den Mac trotz Hin und Her der Argumente weniger, als man aufgrund der Beiträge meinen könnte: Du bist schon lange dabei, ich ebenfalls, und beide schätzen wir gute Software und schnelle Hardware.

Nun scheiden sich an den letzten zwei Punkten in Bezug auf die Desktop-Macs mittlerweile die Geister:

Ist die Software sorgfältig genug gewartet (macOS-Systempflege, praktischen Nutzen und Funktionalität prüfen & ergänzen - keine "Das fehlt schon seit 10 Jahren"-Versäumnisse!) und Bug-geprüft (Qualitätsmanagement)?

Ist die Hardware aktuell?

Letztlich alles eine Frage der Ressourcen, die man als Hersteller auf die entsprechenden Projekte ansetzt. Dass die genügen müssten, sollte eigentlich bei dem Milliarden-Reservekonto und dem eigenen Anspruch ("we are still dedicated to ..") selbstverständlich sein - aber die Ergebnisse - das, was dabei rauskommt - sagen teils etwas Anderes. Und der teils brüske Wechsel von Soft- und Hardware begeistert nicht alle gleichermassen - neu heisst nicht zwingend: besser!.

Entweder ist man man als Hersteller voll dabei und dann präsentiert man dem eigenen Anspruch gemäss nur das Tollste, Beste, Schnellste, Cleverste, Verblüffenste - das Ergebnis von Hirnschmalz und Herz, von hartnäckigem Perfektionismus und technischer Brillanz an der Grenze des Machbaren, oder man hält besser mal die Klappe (sorry!) und sagt, wie's ist: "Der Desktop-Mac interessiert uns nur noch am Rande - wir sind primär eine technische Lifestyle-Firma!".

Die neusten Statements aus der fernen Schaltzentrale eröffnen allerdings eine Perspektive und lassen hoffen - wir sind also gespannt, was da kommen wird.

Zu TB3 und den 40 Gbit/s:
Ja, Du hast Recht in Bezug auf Raids.
Und ganz generell kann mehr Geschwindigkeit grundätzlich nicht schaden (genausowenig wie universelle Anschlüsse).

Was den Mac als "USB-Pionier" angeht, so erinnere ich mich vor allem daran, dass Windows-User längst USB-2 hatten , als die Mac-User sich noch mit USB-1 herumärgerten (man wollte ja von Mac-Seite den eigenen Firewire-Anschluss nicht konkurrenzieren).
Und dasselbe Spiel folgte dann mit USB-2 und USB-3, gegen das man mit FW800 etwas ins Hintertreffen geriet und und dann Thunderbolt in Stellung brachte, das sich nicht recht durchsetzen konnte.
Das könnte nun mit dem gemeinsamen USB-C Stecker für USB-3 v2 (10 Gbps) und TB3 (40 Gbps) anders werden.
Aber vielleicht wird im Hintergrund (im Hinblick auf zukünftiges 8K-Video mit 8K-TVs & -Monitoren) bereits an USB-4 (oder so) gebastelt, wer weiss?

Wie auch immer: Turbulente Zeiten, Weichenstellungen stehen an - es bleibt spannend!