Neue Anleihe: Apple macht 2,5 Milliarden Euro Schulden

Apple setzt seine vor einigen Jahren gestartete Finanzmarktstrategie fort. Das Unternehmen leiht sich zu niedrigen Zinsen Geld, um Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe, Firmenübernahmen und das operative Geschäft zu finanzieren. Für Apple ist dies weitaus günstiger, als die eigenen Finanzreserven von über 250 Milliarden US-Dollar ins Heimatland USA zu transferieren. Mehr als 100 Milliarden US-Dollar Schulden hat der Mac- und iPhone-Hersteller mittlerweile angehäuft, in der nächsten Woche werden es mehr.

Wie aus einer Pflichtmitteilung Apples an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, platziert Apple am 24. Mai in Europa eine Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro in zwei Tranchen mit Laufzeiten von acht und zwölf Jahren. Die Zinsen liegen bei 0,875 bzw. 1,375 Prozent. Erst zu Monatsbeginn hatte Apple in den USA mit Schuldverschreibungen sieben Milliarden US-Dollar eingenommen.

Apple Campus 2

Apple Park: Die neue Apple-Firmenzentrale in Cupertino.
Bild: cupertino.org.



Apple-Chef Tim Cook hat bereits durchblicken lassen, dass die Firmenpolitik geändert werden könnte, sofern die derzeitige US-Administration ihre Pläne umsetzt und den Steuersatz für die Repatriierung von Kapitel von 35 auf zehn Prozent reduziert. Zum Ende des letzten Quartals verfügte Apple über finanzielle Reserven in Höhe von 256,8 Milliarden US-Dollar, die sich zu 93 Prozent außerhalb der USA befinden.

Apple arbeitet hochprofitabel. Im vergangenen Quartal hat der Mac- und iPhone-Hersteller einen Gewinn von elf Milliarden US-Dollar eingefahren. Der kalifornische IT-Pionier übernimmt jedes Jahr mehrere kleinere Firmen, zuletzt den KI-Spezialisten Lattice Data und das finnische Startup-Unternehmen Beddit.