Intel will Verbreitung der Thunderbolt-3-Schnittstelle fördern

Intel hat heute zwei bedeutende Änderungen im Hinblick auf die Unterstützung der Thunderbolt-3-Schnittstelle durch Dritthersteller bekannt gegeben. Erstens will das Unternehmen ab nächstem Jahr auf Lizenzgebühren für die Nutzung von Thunderbolt 3 verzichten. Dadurch kann Thunderbolt-3-Peripherie künftig günstiger angeboten werden.

Zweitens soll die Thunderbolt-3-Technologie in Zukunft direkt in Intel-Prozessoren integriert werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit eines separaten Controller-Chips. Dies senkt sowohl Stromverbrauch als auch Kosten. Einen Zeitplan für die Integration von Thunderbolt 3 in seine CPUs hat der Halbleiterkonzern allerdings noch nicht genannt.

Thunderbolt 3

Thunderbolt 3: Intel verzichtet künftig auf Lizenzgebühren.
Bild: Intel.



Apple hat Thunderbolt 3 zusammen mit der aktuellen MacBook-Pro-Generation im Herbst 2016 eingeführt. Es ist davon auszugehen, dass die Hochleistungsschnittstelle auch in den neuen iMac-Modellen, die Apple in den nächsten Monaten auf den Markt bringen will, zu finden sein wird. Gleiches gilt für die ebenfalls erwartete Auffrischung des Mac mini und den komplett neu entwickelten, modularen Mac Pro.

Thunderbolt 3 ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 40 Gbit pro Sekunde und leitet USB-, DisplayPort- und PCI-Express-Signale native durch. Zum Aufladen von Notebooks werden bis zu 100 Watt, für Peripherie bis zu 15 Watt bereitgestellt. Thunderbolt 3 verwendet den gleichen Steckertyp wie USB-C. Die Schnittstelle ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Apple und Intel.