Ausblick auf die nächste Intel-Prozessorarchitektur

14. Aug 2017 14:00 Uhr - Redaktion

Die nächste Prozessorarchitektur von Intel wirft ihren Schatten voraus. Sie hört auf den Namen Coffee Lake und soll in einer Woche offiziell angekündigt werden. Es handelt sich dabei um die achte Generation der Core-i-Prozessoren. Coffee-Lake-CPUs werden wie ihre Vorgänger der Kaby-Lake-Serie im 14-Nanometer-Verfahren gefertigt. Intel verspricht Leistungszuwächse von bis zu 30 Prozent sowie weitere Neuerungen.

Mit Coffee Lake will der Hersteller Sechskernprozessoren auch für Mainstream-Systeme – Desktop wie Notebooks - verfügbar machen. Darunter sind Ausführungen mit einer Leistungsaufnahme von 45 Watt, die für das MacBook Pro in Frage kommen. Das erste Apple-Notebook mit einem Sechskernprozessor rückt somit dank Coffee Lake in greifbare Nähe. Die mobilen Coffee-Lake-Sechskerner sollen eine Basistaktung ab 2,0 GHz bieten und via Hyper-Threading-Technik zwölf CPU-Threads unterstützen.

Intel Coffee Lake

Die nächste Intel-Prozessorarchitektur steht in den Startlöchern.
Bild: Intel.



Bei den für MacBook und Ultrabooks ausgelegten Stromsparchips verspricht Intel ein Performanceplus von bis zu 30 Prozent gegenüber den Kaby-Lake-Vorgängern. Bei den anderen CPU-Baureihen sind Leistungszuwächse von bis zu 15 Prozent zu erwarten. Zudem hat Intel weiter an der Energieeffizienz und den integrierten Grafikchips gefeilt – dazu liegen jedoch noch keine näheren Informationen vor.

Intel will die Coffee-Lake-Architektur am 21. August vorstellen. Die Einführung der neuen CPU-Plattform erfolgt schrittweise innerhalb der kommenden Monate. Eine breite Verfügbarkeit der kompletten Coffee-Lake-Produktpalette wird nicht vor dem ersten Quartal 2018 erwartet.

Mit dem Coffee-Lake-Nachfolger Cannonlake stellt Intel die Produktion auf das Zehn-Nanometer-Verfahren um. Geringere Strukturbreiten ermöglichen eine größere Energieeffizienz, zudem finden mehr Transistoren auf der gleichen Grundfläche Platz. Cannonlake soll im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen und als weitere Neuerung Unterstützung für LPDDR4-RAM bieten, wodurch Apple ein MacBook Pro mit bis zu 32 GB Arbeitsspeicher ohne zusätzlichen (und energiehungrigen) RAM-Controller realisieren könnte.