Spezifikationen von USB 3.2 verabschiedet: Datenübertragungsrate wird verdoppelt

29. Sep 2017 18:00 Uhr - Redaktion

Im Juli kündigte das Industriekonsortium USB Promoter Group die nächste Generation des Schnittstellenstandards USB an. Nun wurden die Spezifikationen von USB 3.2 verabschiedet. USB 3.2 verdoppelt gegenüber USB 3.1 die maximale Datenübertragungsrate von zehn auf 20 Gbit pro Sekunde.

Mit USB 3.2 wird das Potenzial von USB-C-Kabeln voll ausgeschöpft, indem alle vier Adernpaare für die Datenübertragung genutzt werden. Bestehende USB-C-Kabel, die bereits heute für zehn Gbit/Sekunde ausgelegt sind, werden im Regelfall auch 20 Gbit/Sekunde übertragen können.

USB-C

USB Typ C: Schmaler, beidseitig verwendbare Stecker, 100 Watt Ladestrom, künftig bis zu 20 Gbit/Sek.
Foto: usb.org.



Heutige Hardware unterstützt USB 3.2 allerdings nicht, denn dafür werden neue Host-Chips benötigt, die sich noch in der Entwicklung befinden. Intel wird USB 3.2 mit einer der kommenden Prozessorarchitekturen unterstützen. Bis USB 3.2 im Markt Fuß gefasst hat, dürfte es also noch mindestens zwei bis drei Jahre dauern.

Die Weiterentwicklung von USB betrifft übrigens ausschließlich den schmalen, beidseitig verwendbaren Steckertyp C, auf den auch Apple seit dem Jahr 2015 setzt. Der alte Typ-A-Stecker wird von neueren USB-Standards nicht mehr unterstützt. Der USB Promoter Group gehört auch Apple an: Der Mac- und iPhone-Hersteller ist im Entscheidungsgremium "Board of Directors" vertreten.

Das 2016er und 2017er MacBook Pro sowie die aktuelle iMac-Generation unterstützen die zweite Generation von USB 3.1, die maximal zehn Gbit pro Sekunde erlaubt. Beim MacBook (2015, 2016, 2017) steht hingegen nur USB 3.1 der ersten Generation (fünf Gbit/Sekunde) zur Verfügung. In MacBook Pro und iMac gibt es kombinierte USB-C-/Thunderbolt-3-Ports (beide Schnittstellen teilen sich den gleichen Stecker), wobei Thunderbolt 3 bis zu 40 Gbit pro Sekunde ermöglicht.