iPhone X: Produktionsprobleme sollen Verfügbarkeit zu Beginn stark einschränken

Anfang kommenden Monats will Apple die Auslieferung des mit Spannung erwarteten iPhone X starten. Neueste Berichte, die ihren Ursprung in der asiatischen Zuliefererindustrie haben, legen nun die Vermutung nahe, dass es zu Beginn zu erheblichen Lieferengpässen kommen könnte. Der Grund: Die für die TrueDepth-Kamera benötigten Bauteile sollen noch nicht in den erforderlichen Stückzahlen produziert werden können.



Dies berichtet beispielsweise der Analyst Jeff Pu vom Finanzdienstleister Yuanta Investment Consulting unter Berufung auf informierte Kreise. Er korrigierte seine Prognose nach unten und geht davon aus, dass Apple bis Jahresende nur 36 Millionen Geräte produzieren kann – ursprünglich ging er von 45 Millionen Stück aus. Dies wird nach Einschätzung des Insiders Ming-Chi Kuo die Nachfrage kaum decken. Kuo geht davon aus, dass allein während der Vorbestellungsphase, die am 27. Oktober startet, 40 bis 50 Millionen Bestellungen zusammenkommen könnten. Mehrwöchige Lieferzeiten zu Beginn gelten daher inzwischen als wahrscheinlich.

Die Produktionsprobleme werde Apple aber bis Jahresende in den Griff bekommen, ist sich der in der Zuliefererindustrie bestens vernetzte Analyst sicher. Im ersten und zweiten Quartal 2018 soll das iPhone X dann richtig durchstarten und in größeren Stückzahlen verfügbar sein. Wie gut das Smartphone letztendlich bei den potentiellen Kunden ankommen wird, bleibt dennoch abzuwarten. Die Preise von bis zu 1319 Euro sind happig, trotzdem wird kein Zubehör für drahtloses Laden oder kabelgebundenes Schnellladen mitgeliefert. Auch hinter der Praxistauglichkeit der Gesichtserkennung Face-ID stehen immer noch einige Fragezeichen.