Weitere Einzelheiten zu macOS 10.13.1: Viele aktualisierte Komponenten, automatischer Snapshot vor Update

03. Nov 2017 18:30 Uhr - Redaktion

Am Dienstag hat Apple mit macOS 10.13.1 das zweite Update für das neue Betriebssystem High Sierra zum Download bereitgestellt. Inzwischen ist klar: Es bietet weit mehr Änderungen als vom Hersteller angegeben. Damit setzt Apple die Unsitte der letzten Jahre, die mickrige Dokumentation von Mac-Betriebssystemupdates, fort.

Satte zwei GB wiegt macOS 10.13.1, doch in den Release-Notes sind lediglich sieben Fehlerkorrekturen bzw. Verbesserungen aufgeführt. Fakt ist: macOS 10.13.1 enthält auch neue Versionen von Festplattendienstprogramm, iBooks-, Nachrichten- und Fotos-App sowie von Intel- und Nvidia-Grafiktreibern, viele aktualisierte Frameworks (AppKit, Cocoa, SafariServices, Sicherheit...), eine neue Schrift (Gurmukhi MN) sowie Updates für das Dateisystem APFS, verschiedene Einstellungen und Terminal-Befehle sowie die Braille-Unterstützung.

 
macOS High Sierra
 
macOS 10.13.1: Umfangreiches Update, mickrige Versionsanmerkungen.
Bild: Apple.

 

Über all diese Änderungen verliert Apple kein Wort. Auch eine bedeutende Neuerung wird gänzlich unterschlagen: Ab macOS 10.13.1 wird vor der Installation von Betriebssystemupdates ein Snapshot des Systems auf dem Bootlaufwerk angelegt (betrifft nur APFS-Volumes). Damit kann bei Problemen bequem zur vorherigen Version zurückgewechselt werden (im Wiederherstellungsmodus über die Funktion "Wiederherstellung von Time Machine"). Ob ein Snapshot angelegt wurde, lässt sich mit dem Terminal-Befehl tmutil listlocalsnapshots / herausfinden.

Etliche undokumentierte Bug-Fixes wurden von Usern aufgespürt. Beispielsweise wurde ein nerviges Problem behoben, durch das Video-Dateien vor der Wiedergabe vom System überprüft wurden. Auch ein Fehler, durch den nach Beenden des Ruhezustands die Passwortabfrage umgangen wurde, ist von den Entwicklern korrigiert worden. Die Synchronisation von Textbausteinen zwischen mehreren Macs und iOS-Geräten wurde ebenfalls repariert. Generell berichten Anwender von einem verbesserten Zusammenspiel mit Hard- und Software von Drittherstellern.

Kommentare

Man sollte meinen, dass man vor dem Einspielen eines macOS-Updates über die wichtigsten Änderungen informiert wird, da diese massive Auswirkungen auf den Workflow und genutzte Software und Peripherie haben können.

Leider Fehlanzeige. Es gibt inzwischen so viele Bereiche in macOS, die einfach nur jämmerlich schlecht oder gleich gar nicht dokumentiert sind.

Andererseits: Was sollen die Entwickler auch groß dokumentieren, wenn man auf Biegen und Brechen jährlich eine neues OS releasen muss, weil es das Management so will, und dann die geschriebene Doku dann für die Katz' ist...

Gehts nur mir so, dass ich die Situation gelinde gesagt suboptimal finde?

apple will sich einerseits nicht nachsagen lassen seine open source pflichten zu verletzen andererseits mag es seine krankhafte geheimniskrämerei nur soweit wie irgend nötig aufweichen. aus diesem widerspruch wird apple wohl nie raus kommen. das ist der darwin und open source teil der ewig zu späten, nachhinkenden documentationsproblematik.

der andere teil ist das apple einfach keine tiefer ins os eingreifenden anwendungen mag und denkt eine ausführliche dokumentation würde da die falschen ermuntern. wie gesagt apple ist ein schwieriger patient.

im fall von high sierra habe ich aber den eindruck das es keine doku gibt weil es noch gar keine doku geben kann, weil der code noch gar nicht fertig ist.

10.13.2 beta1 war 3,13gb groß das sieht mehr nach einem riesigen rewrite als nach ein paar behobenen fehlern aus.
vor allem apfs scheint monate zu früh ausgeliefert worden zu sein und vor allem in der interaktion mit externen volumes und als fs in netzwerkumgebungen erst langsam das laufen zu lernen.

so wenig sich an der benutzeroberfläche und ihren features geändert hat so falsch sind die vergleiche mit snow leopard. high sierra ist einer der tiefgreifendsten umbauten an den innereien seit es os x gibt. da werden wir noch unsere fruchtigen wunder erleben.

Wie soll der Code auch richtig reifen, wenn alle 12 Monate ein neues OS kommt?

Ich meine: Wir haben jetzt November! In 7 Monaten stellt Apple bereits macOS 10.14 vor. Das ist doch Irrsinn.

10.13.2 wird also ein Monster-Update... Bei 10.13.3 ist das vermutlich ebenfalls zu erwarten. Apple tut sich und uns Usern mit der OS-Politik keinen Gefallen. Alle 2 Jahre eine neue OS-Version reicht vollkomen. Wann hört dieser Irrsinn endlich auf... Man sieht es auch an neuen Versionen von Xcode oder anderen Apple-Programmen: von größeren Updates muss man erst mal die Finger lassen und 1-2 Monate warten, bis die gröbsten Schnitzer raus sind.

QA anyone?