Apple: Finalversion von macOS 10.13.2 steht zum Download bereit

06. Dez 2017 19:15 Uhr - Redaktion

Das zweite große Update für das neue Betriebssystem macOS High Sierra ist fertig: Seit heute kann die Finalversion von macOS 10.13.2 (Build 17C88) über die Softwareaktualisierung im Mac-App-Store heruntergeladen werden.

Das Betriebssystemupdate verbessert nach Angaben von Apple die Stabilität, Kompatibilität und Sicherheit des Macs. Es fällt mit einem Downloadumfang von rund 1,7 GB sehr umfangreich aus, was auf viele Änderungen schließen lässt. Dennoch sind die Release-Notes des Herstellers - wie leider bereits häufiger in der Vergangenheit - sehr kurz gehalten worden.

macOS 10.13.2 verbessert laut Apple die Kompatibilität mit bestimmten USB-Audiogeräten von Drittherstellern sowie die VoiceOver-Navigation beim Betrachten von PDF-Dokumenten in der Vorschau. Zudem gab es Verbesserungen für die Kompatibilität von Brailledisplays mit dem Mail-Client.

 
macOS High Sierra
 
macOS High Sierra: Finale Version 10.13.2 steht zum Download bereit.
Bild: Apple.

 

Außerdem wurde die Kompatibilität mit SMB-Homeverzeichnissen und die Performance beim Zugriff auf SharePoint-Websites via NTLM-Authentifikation und Keychain-Daten verbessert. Daneben gab es eine Fehlerkorrektur beim Einsatz von Macs in speziellen Netzwerken, die Proxy-Informationen in PAC-Dateien verwenden, und eine Änderung beim Setzen eines neuen Active-Directory-Passworts.

In macOS 10.13.2 wurden 22 Sicherheitslücken in Komponenten wie Kernel, Intel-Grafiktreiber, IOKit und Mail geschlossen. Mehrere dieser Schwachstellen werden als gefährlich eingestuft, da sie Angreifern unter Umständen das Einschleusen und Ausführen von Schadcode ermöglichen können. Der Bug-Fix für die kritische root-Lücke, der ursprünglich letzte Woche per Notfall-Update verteilt wurde, ist ebenfalls in macOS 10.13.2 enthalten.

In macOS 10.13.2 ist die Version 11.0.2 des Web-Browsers Safari integriert, die die Kompatibilität mit Web-Seiten, die Stabilität sowie die Unterstützung von Web-Standards verbessert. Auch in Safari 11.0.2 wurden mehrere, zum Teil kritische Sicherheitslücken geschlossen. Die von Apple versprochene APFS-Unterstützung für Fusion-Drive-Laufwerke lässt indes weiter auf sich warten.

Vor der Installation von macOS 10.13.2 sollte ein vollständiges Backup des Macs angelegt werden, zum Beispiel mit Time Machine oder Tools wie Carbon Copy Cloner. Nach der Installation des Betriebssystemupdates ist ein Neustart erforderlich.

Nachtrag (20:30 Uhr): Ein Fehler, durch den in der Konsole massenhaft die Fehlermeldung "Month 13 is out of bounds" ausgegeben wird, ist weiter vorhanden. Allerdings hat der Bug keine negativen Auswirkungen auf die Stabilität und die Zuverlässigkeit des Systems, auch eine Beeinträchtigung der Performance ist nicht festzustellen.

2. Nachtrag (20:45 Uhr): macOS 10.13.2 steht inzwischen auch via Web zum Download bereit. Ein Combo-Updater wurde bislang nicht gesichtet.

3. Nachtrag (07. Dezember): Weitere Einzelheiten zu macOS 10.13.2: Combo-Update installiert Build 17C89.

Kommentare

macOS 10.13.2 wurde erfolgreich installiert und läuft. Es hat sich unter der Haube offenbar viel getan, denn fast alle mitgelieferten Apple-Programme sind aktualisiert worden, zudem gibt es Grafik-Treiberupdates und etliche Framework-Updates.

Obs mit der Qualität jetzt aufwärts geht? Wenn ich jetzt hier lese, dass der Datums-Bug in der Konsole noch immer nicht gefixed wurde, frage ich mich ernsthaft, ob die vielen Bug-Reports bei Apple überhaupt jemand zur Kenntnis nimmt?

Kein Fusion Drive Support, kein Boot Support für RAID-Volumes, keine Migration externer SSDs.

Kommt dann wohl in macOS 10.14, das wahrscheinlich in ca. sechs Monaten angekündigt wird: WWDC 2018 im Juni. :-)

High Sierra läuft bei mir weiter nur auf Testsystem, meine Produktivrechner belasse ich erstmal auf dem wesentlich ausgereifteren 10.12.6.

Es wird immer offensichtlicher das Apple seit Steves Tod den Kurs ins Chaos steuert. Der "Buchhalter" Tim Cook hat es nicht im Griff und die Geheimniskrämerei selbst bei Apple intern beschleunigt nur den Zerfall. Es gibt praktisch kein Produkt mehr bei Apple wo nicht der Wurm drin ist. Bei den Hardware-Produkten kümmert sich Apple nur noch ums "neu Ankündigen" von Produkten die dann ewig nicht Lieferbar sind und selbst wenn sie dann mal in den Stores stehen ist es Bananaware - ganz wie bei den übrigen am Markt. Dazu werden Produktlinien einfach vom Markt genommen, auslaufen gelassen oder ewig nicht durch aktuelle Modelle ersetzt. Sicher, bislang war die Hardware von Apple immer seiner Zeit ca. 5 Jahre voraus und man konnte so recht lange mit der Hardware arbeiten ohne auf etwas verzichten zu müssen. Aber auch diese Zeiten sind dank Buchhalter Tim Cook längst vorbei. Der letzte Mac Pro late 2013 ist so ein Beispiel. Zuerst wurde er zwei Jahre lang angekündigt, dann schliesslich als "die Innovation" vorgestellt und jetzt ist er praktisch 4 Jahre alt und seitdem kamen weder irgendwelche Hardware-Upgrades raus noch wurde irgendwelcher Zubehör dazu vorgestellt der das Teil auf dem Schreibtisch wirklich nutzbar macht - denn der Kabelsalat auf der einen Seite ist ja wohl jenseits.

Ich arbeite nun seit mehr als 30 Jahren auf dem Mac. Früher war es eine Entscheidung aus Überzeugung dass das Arbeiten auf einem Mac wirklich Stressfreier, sicherer und einfach schöner war als auf Windows. Heute ist es nur noch eine Entscheidung aus Mangel an wirklich brauchbaren Alternativen. Windows 10 ist eine Katastrophe und Linux verstrickt sich auf dem Desktop dank soziopathischer Entwickler weiter in eine Frickellei ohne Ende. Der Ton der Linux Entwickler ist unter aller S.. und weibliche Entwickler werden gezielt gemobbt. Ehrlich gesagt hab ich darauf keine Lust, und einen Bug melden käme mir nie in den Sinn. Bei Microsoft wäre eine Bugmeldung zwar nicht aufgrund der sozialen Inkompetenz eine Problem, aber dort versickert das einfach aufgrund der Unternehmensgrösse und wird, wenn überhaupt, erst nach Wochen oder Monaten gefixt. Bei Apple habe ich viele Bugs gemeldet und praktisch bei jeder Meldung miterlebt wie Chaotisch damit umgegangen wird; ein Beispiel: Ich glaube es war OSX 10.8 oder 10.9 bei dem es im Apple Mail den Bug gab das der File-Handle von Attachments in Mails die man geöffnet hatte offen blieben. Wollte man diese löschen kam eine Fehlermeldung vom Finder das die Datei noch von einer anderen Anwendung (Apple Mail) geöffnet wäre. Erst das beenden und neu starten von Mail löste das Problem. Im Workflow war das ein unhaltbarer Umstand. In der Bug-Central von Apple wurde dem Bug eine Nummer vergeben und dann geschah 1-2 Jahre nichts. Als dann bei 10.11 der Fehler immer noch vorhanden war eröffnete ich einen neuen Bugreport. Dieser wurde abgelehnt mit der Begründung das bereits ein anderer Bugreport bestehen würde. Doch gefixt wurde das nicht - bis zu 10.12.

Und jetzt haben wir IOS11 welches noch immer nicht im Mail fähig ist ein Mail als Anhang zu senden (lachhaft) und macOS 10.13.2 das zwar AFS priorisiert einsetzt, aber selbst die Apple eigenen Tools nicht auf AFS durchgängig angepasst sind. Und wer mal die Konsole öffnet und das system.log beobachtet wird überhäuft mit Fehlermeldungen vom iTunes Helper oder sonstigen Diensten. Ich weiss nicht wie auch nur ein Entwickler innerhalb Apple sowas mit gutem Gewissen rausgeben kann. Ich kenne einige Linux Distributionen, bei keiner hab ich jemals so viele Fehler in den Logs gesehen die als "normal" angesehen werden. Wie wäre es mal den Loglevel einfach runterzudrehen?

Oder nehmen wir mal IOS: Als ich das iPhone X bekam war da noch IOS11 drauf (ohne das 11.2 Update). Auf meinem alten iPhone hatte ich natürlich 11.2 drauf und ein Backup im iTunes gemacht. Als ich das iPhone X Anschloss und das Backup einspielen wollte kam eine Fehlermeldung das Backup sei nicht mit diesem iPhone kompatibel. Es kam KEIN Hinweis dass dort eine zu alte Betriebssystemversion vorhanden sei, noch kam überhaupt ein Hinweis das ein neues Update zur Verfügung stünde. Ich musste also zuerst das iPhone als "Neu" aufsetzen, das Update OnTheAir einspielen um dann nochmals die ganze Einrichtung zu durchlaufen nachdem dann das Backup eingespielt werden konnte. Hallo? Wir haben 2017. Das erinnerte mich dann doch sehr an Windows. Und noch etwas: Das man, selbst wenn man ein Backup einspielt, alle Passwörter nochmals eingeben muss nur weil man nicht den Schlüsselbund in die iGeklaut spielt ist auch unhaltbar.

Und etwas worüber ich immer nur den Kopf schütteln kann ist die Tatsache, dass Apple bei IOS es doch tatsächlich schafft den halben (HALBEN) Bildschirm im Landscape-Modus für die Tastatur zu verwenden und damit häufig sogar Eingabefelder überdeckt. Das gilt für iPhone wie iPad. Auch hier frage ich mich ersthaft welche Art Entwickler bei Apple arbeitet?!? Benutzen die überhaupt diese Geräte mal?

Wie gesagt, (noch) gibt es keine Alternativen zu macOS die mir passen. Und noch habe ich niemals auf einem Mac Daten verloren. Aber der "Krampf" nimmt zu. Immer mehr ist die Einfachheit verloren gegangen die man von Apple gewohnt war im Gegensatz zu Windows. Immer mehr merkt man Apple Hardware wie Software an das sie angefangen aber nicht fertiggestellt wurde. Es mag ein Zeichen der schnelllebigen Zeit sein, aber lange hatte ich gehofft Apple wäre in diesem Punkt wirklich den anderen eine Vision voraus. Doch leider ist die wohl mit Steve gestorben.

Buchhalter Tim Cook hat wohl nur die Aktionäre im Blick und ist nur bestrebt immer wieder etwas "neues" Ankündigen zu können. Das Apple im Unternehmensumfeld kaum ersthafte Chancen hat liegt sicherlich auch an den voran genannten Gründen. Schade eigentlich.

Kann ich voll und ganz unterschreiben.

Es gab ab 2012, also inzwischen 5 Jahre, mehrere Fehlentwicklungen in der Mac-Sparte. Mir fehlt da die ordnende Hand, die die Gesamtstrategie bestimmt. Cook ist es nicht, der sonnt sich lieber in der Boulevardpresse mit Politischen Themen. Und ja, macOS ist immer noch Alternativlos. Die Linux-Frickelei wird sich nie ändern  (danke übrigens für den interessanten Einblick!), Windows 10 ist nullkommanull ein Thema.

Man könnte so viel mehr aus Mac und macOS machen. Mit einer vernünftigen Produktpolitik und einer vernünftigen macOS-Releasestrategie würde Apple davon sogar finanziell mehr profitieren als mit der Situation heute, da bin ich mir sicher. Ich habe schon öfter gefordert, dass die Mac-Sparte in eine eigenständige Tochterfirma abgespalten wird. Abgekoppelt vom anderen Kram. Unabhängige Tochterfirma, was Produkte und Strategie angeht, mit Experten am Steuer.

Apple verzettelt sich in X Themen, während Kernbereiche leiden. Cook gondelt in der Weltgeschichte herum, während macOS und iOS vor Bugs nur so strotzen. Jedes Jahr hunderten neue APIs, die alten werden kaum gepflegt. Dokumentation für Entwickler wenig bis nichts, Release-Notes ach wen juckt es und Bug-Reports liest offenbar eh niemand.

Es gehört im Mac-Bereich mal richtig auf den Tisch gehauen!

Hallo,

nur zur Info: 10.13.2 Combo Update auf 10.13.1 liefert 10.13.2 Build 17C89

Grüße

Nach den Meldungen der letzten Tage mit den Verschlimmbesserungen in iOS 11 warte ich mit macOS 10.13.2 erstmal ab, ob da nicht auch Verhunzeltes rauskommt. 10.13.1 läuft sehr gut auf meinem MB Pro 2017.