Bericht: Apple arbeitet an verbesserten iMacs und Touch-Bar-Tastatur – Mac-Pro-Fertigung künftig wieder in Asien?

20. Dez 2016 19:00 Uhr - Redaktion

Nachdem Apple-Chef Tim Cook ein klares Bekenntnis zu Desktop-Macs abgegeben hat und ihnen eine unverändert strategisch wichtige Bedeutung für Apple bescheinigte, nehmen die Spekulationen über neue Modelle an Fahrt auf. Neuesten Gerüchten zufolge sollen im kommenden Jahr verbesserte iMacs mit schnelleren Prozessoren, kombinierten Thunderbolt-3-/USB-C-Schnittstellen und leistungsstärkeren AMD-Grafikchips auf den Markt kommen.

Außerdem arbeite Apple an einer Tastatur mit Touch-Bar-Funktionsleiste und Touch-ID-Fingerabdrucksensor, schreibt Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Auch MacBook und MacBook Pro sollen 2017 mit schnellerer Hardware ausgestattet werden. Beim Mac Pro scheint es endlich Bewegung zu geben. Dem Bericht zufolge soll Apple darüber nachdenken, die Produktion der Desktop-Workstation wieder zurück nach Asien zu verlagern. Dort sei die Herstellung günstiger, zudem sei dort das notwendige Know-How für die Produktion ambitionierter Produkte vorhanden, so Bloomberg weiter.

Neue iMac-Modellreihe

Neue iMacs mit höherer Rechen- und Grafikleistung sowie Thunderbolt 3/USB-C kommen.
Foto: Apple.



Die Nachrichtenagentur wirft zudem einen Blick hinter die Kulissen. So sei die Bedeutung des Macs innerhalb Apples zuletzt gesunken, es habe keine klare Zielrichtung der Führungsetage gegeben und wichtige Mitarbeiter aus der Mac-Hardware-Abteilung hätten das Unternehmen verlassen oder seien anderen Teams bei Apple zugeteilt worden, behauptet Bloomberg unter Berufung auf Insider. Apple-Chef Tim Cook sieht dies freilich anders, man habe großartige Mac-Desktops in der Pipeline und stehe zum Mac, erklärte er gegenüber Angestellten.

Bloomberg weist in dem Zusammenhang auf diverse Schwierigkeiten hin, mit denen Apple bei der Entwicklung neuer Macs in den letzten Jahren zu kämpfen gehabt habe. Beispielsweise sei für das 2016er MacBook Pro ein völlig neues Akkusystem mit deutlich längerer Laufzeit geplant gewesen – doch es sei nicht rechtzeitig fertig geworden, heißt es in dem Artikel. Die in die USA verlagerte Mac-Pro-Produktion habe ebenfalls zu Verzögerungen geführt.

Das Zwölf-Zoll-MacBook hätte bereits 2014 eingeführt werden sollen – auch hier dauerte die Entwicklung dem Bericht zufolge länger als geplant. Zudem habe es in den letzten Jahren bei Intel immer wieder Verzögerungen bei der Einführung neuer Prozessoren gegeben: ein Nebeneffekt der ständig schrumpfenden Strukturgrößen, die nicht nur die Pläne Apples, sondern aller Computerhersteller beeinträchtigten.

Auch bei den iPads hat sich zuletzt wenig bei Apple getan. Das aktuelle iPad Air ist zwei Jahre alt, das iPad mini wurde zuletzt vor 15 Monaten marginal aufgefrischt. Bis auf das kleine iPad Pro gab es seit September 2015 keine neuen Apple-Tablets. Apples Tablet-Absatz ist seit drei Jahren rückläufig, mit dem iPad Pro konnte der Hersteller den Negativtrend nicht stoppen. In puncto Umsatz hat der Mac das iPad inzwischen wieder überholt.

Kommentare

..dann werden die iMacs auch nur TB Anschluß und 2 oder 3 USB C Anschlüsse haben. Freuen wir uns also auf Adapter.
Und die Touchbar ist unterhalb des Bildschirmes...

Früher reichte ein C64 um zum Mond zu fliegen. Heut reicht OS 10.4 nicht mehr um neueste Werbefilmchen auf Yahoo abzuspielen...

[quote=Kalli]..dann werden die iMacs auch nur TB Anschluß und 2 oder 3 USB C Anschlüsse haben. Freuen wir uns also auf Adapter.
Und die Touchbar ist unterhalb des Bildschirmes...[/quote]

Die Touchbar ist ganz bestimmt in die Tastatur integriert. Alles andere wäre ergonomisch komplett sinnlos. Apple macht ja manchmal was falsch, aber blöd sind sie nicht.

Hallo zusammen

Schön das es wieder etwas neues gibt, aber ich möchte eigentlich nur das Apple die hunderte von Bugs in OS X, die zeit 10.9.x vorhanden sind endlich mal bereinigt. Dazu brauche ich keine neue Hardware. Meine iMacs und MacBooks mit i7, SSDs sind schnell genug für alles was ich machen möchte.

Was ich sehe ist das immer mehr, keine Software Developer, ihre Entwicklung für OS X einstellen. Bei jede neue Version wird die ganze Library Struktur umgekrempelt und Software lauft nicht mehr richtig. Apple versucht immer mehr OpenSource Code aus das OS X zu entfernen und mit eigene Bastel-Kontrukten zu ersetzen. Seit 10.8.x lauft das SMB nicht mehr vernünftig und ist hierdurch quasi inkompatible mit das SMB Implementierung von Microsoft!

Seit 10.9.x frage ich mich ab warum Apple das Speicher Ort des Keychain geändert hat von den "login" des Benutzer, nach das "local items" von der Mac! Dies ist für NetzwerkUsers ein absolute No-Go!!!

Und so können wir noch Stunden weiter reden!

Gruss
Gérard