Das Open-Source-Projekt Shotcut, eine Mac-kompatible Software für Videoschnitt und -bearbeitung, hat die Verfügbarkeit der Version 26.1 bekanntgegeben. Wichtigste Neuerung: Die Anwendung unterstützt nun das hardwarebeschleunigte Decoding (via GPU), unter macOS wird dazu das systemeigene Framework VideoToolbox genutzt.
Darüber hinaus enthält Shotcut 26.1 weitere Verbesserungen sowie einige Fehlerkorrekturen, beispielsweise wurden unter macOS Probleme mit der Signierung behoben. Einzelheiten zum hardwarebeschleunigten Decoding und den weiteren Änderungen erläutern die Entwickler in den Versionsanmerkungen.
Das ab macOS Monterey 12 lauffähige Shotcut wird von einer breiten Community an Entwicklern, Testern und Usern getragen und bietet dank Bibliotheken wie FFmpeg und x264/x265 Unterstützung für eine Vielzahl an Audio- und Videoformaten. Intel-Macs werden noch unterstützt.

Bild: Shotcut-Projekt.
Zum Funktionsumfang von Shotcut gehören unter anderem Schnittfunktionen, eine Zeitleiste, zahlreiche Audio- und Video-Filter (wie zum Beispiel Farbkorrektur, Fading, Weißabgleich, Sepia, Scharfzeichnen, Vignettierung, Normalisieren, Balance), ein Pegelmesser, Unterstützung für Audio- und Videoaufnahme, Untertitel-Bearbeitung, verschiedene Encodingoptionen, Chroma-Keying, EDL-Export, Unterstützung für hohe Auflösungen (bis zu 8k), Drei-Punkt-Bearbeitung, Erzeugung von Keyframe-Animationen und ein Deinterlacer.
Die Software benötigt aufgrund ihrer Komplexität und der Mac-untypischen Benutzeroberfläche allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit - dabei helfen verschiedene Tutorials, die auf dieser Web-Seite zu finden sind. In Shotcut enthalten ist das 2D-Vektor-Zeichen- und Animationsprogramm Glaxnimate.
