Umfrage: Wünschen Sie sich Touch-ID am Mac?

Gerät entsperren, Einkäufe bei Online-Shops autorisieren, Dokumente signieren, vertrauliche Daten schützen – der Fingerabdruckscanner Touch-ID bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten und ist von iOS-Hardware nicht mehr wegzudenken. Apple hat Touch-ID im Jahr 2013 mit dem iPhone 5s eingeführt und den Sensor ein Jahr später in iPads implementiert. Vor kurzem sind Spekulationen aufgekommen, wonach Touch-ID auch beim Mac Einzug halten könnte. Mit diesem Thema beschäftigt sich unsere neue Umfrage.

Den aktuellen Gerüchten zufolge könnte Touch-ID am Mac auf zweierlei Arten umgesetzt werden. Erstens über das iPhone. Die nächste Version des Mac-Betriebssystems, OS X 10.12, soll den Login in einen OS-X-Benutzeraccount per Fingerabdruckscan am iPhone ermöglichen – die Eingabe des Passworts via Tastatur würde dadurch entfallen. Dazu wird das Apple-Smartphone per Bluetooth an den Mac angebunden. Die Ankündigung von OS X 10.12 wird für die Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2016, die vom 13. bis zum 17. Juni in San Francisco stattfindet, erwartet.



Zweitens über die Integration des Touch-ID-Fingerabdruckscanners direkt in die Mac-Hardware. Dies würde sich vor allem bei mobilen Macs anbieten. Nach Einschätzung eines gut informierten Branchenkenners soll gegen Jahresende eine komplett neuentwickelte MacBook-Pro-Generation auf den Markt kommen, die nicht nur über ein flacheres, leichteres Design, aktuelle Prozessoren und kombinierte Thunderbolt-3-/USB-C-Schnittstellen verfügt, sondern auch über einen Touch-ID-Sensor.

Unter OS X bieten sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Touch-ID an. Neben dem Login sind dies beispielsweise das Entsperren des Schlüsselbunds, die Autorisierung von Einkäufen im Internet, das Unterzeichnen von Dokumenten, die Anmeldung auf Web-Sites oder die Verknüpfung mit Admin-Zugriffsberechtigungen.

Wie stehen unsere Leserinnen und Leser zu diesem Thema? Dazu unsere neue Umfrage: Wünschen Sie sich Touch-ID am Mac? Stimmen Sie ab!

Kommentare

Touch-ID für Mac ist überfällig

Schon lange warte ich darauf. Die Technik ist schließlich da und inzwischen ausgereift. Leider ist Apple träge geworden, was neue Features angeht. Ich weiß nicht, was Touch ID in der Herstellung kostet, aber bei den Pro-Macs sollte sich das doch realisieren lassen. Ich bin sehr gespannt auf das neue MBP.

Mac entsperren via iPhone wäre ebenso wünschenswert und würde die Verzahnung zwischen iPhone und Mac weiter verbessern. Aber lieber wäre mir eine "echte" Integration von Touch ID (also der Hardware) in den Mac, zumindest in den teureren Modellen. Statt jedes Mal das Admin-Passwort einzutippen einfach Finger auflegen, das hätte was. :-)

Wunderbar!

Ich sehe schon einen Haufen abgetrennter Fingerglieder vor mir... anscheinend hatte der Attentäter, weswegen es beinahe zu einem Präzedenzfall gekommen wäre, kein iPhone mit Touch-ID, denn dann hätte sich das FBI die teure Software sparen können.

Äh, und das soll eine bahnbrechende Innovation sein? OK, zumindest für Beerdigungsunternehmen, die müssten den Fingerabdruck nach Ableben vorhalten können... und für die Hersteller von 3D-Druckern, denn es empfiehlt sich, immer einen Ersatzfinger dabei zu haben.

Manchmal frage ich mich, ob wir (mich inbegriffen) sie alle noch haben, die Tassen, im Schrank... denn vielleicht gibt es wichtigere Dinge, die hier und jetzt gelöst werden müssen, ansonsten brauchen wir auch keine Touch-ID mehr!

Zustimmung für "zone4" (Vorredner)

Touch-ID am Mac ist so eine Pseudo-Innovation oder sagen wir mal ein nice to have - mehr aber nicht.

Leider werden dafür bestehende Innovation zurück abgewickelt, z.B. Mag-Safe!
Mit ein wenig mehr Leibe zu Detail hätte man das aber auch mit USB-C hinbekommen.
Es waren solche Dinge, die einen Mac ausmachen/ausgemacht haben, etwas, was man nicht überall finden konnte.
Ein Fingerscanner gibt es bei den Windows-Kisten schon seit über 10 Jahren.
Touch-ID ist hier nur eine Verfeinerung, sprich im Grunde LAAANGWEILIG.

Auch der Zugang via iPhone ist problematisch. Das wäre dann, als wenn man den Schlüssel vom Auto oder einer Schließanlage verloren hätte.
Das verschafft auch nicht wirklich mehr Komfort. Nicht, wenn ich eine vollständige Tastatur vor mir liegen habe.
Am iPhone hingegen war das mit Touch-ID eine gute Entwicklung, weil es den Prozess der Geräteanmeldung wirklich verbessert hat… das sehe ich bei einem Desktop oder einem Laptop eben so nicht.

vg.

Sicherer und zuverlässiger wären die Macs auf jeden Fall ohne ..

zone4 schrieb:
Ich sehe schon einen Haufen abgetrennter Fingerglieder vor mir... anscheinend hatte der Attentäter, weswegen es beinahe zu einem Präzedenzfall gekommen wäre, kein iPhone mit Touch-ID, denn dann hätte sich das FBI die teure Software sparen können.
Aber was solls, wenn sich die Kundschaft mit den papierdünnen Klappspiegeln so etwas neben ihr eiPhone legen wollen, sollen sie es bekommen.
Hier setzt die wieder die Pro-Diskussion ein: zum Arbeiten wäre ein ordentlich großer entspiegelter Bildschirm, leistungsstarker, gut gekühlter Prozessor und ein ordentlicher Satz Schnittstellen wesentlich wichtiger. Und die ganze Treibersoftware für Clauts, Telefone, FIngerabdrücke und Sprechgezumsel Modular und entfernbar, damit das System nicht unnötig belastet wird.

Gruß Uli

Zu negativ eingestellt?

Ich kann ja verstehen, dass ihr (und zum Teil auch ich) verärgert seid, weil sich momentan bei den Macs recht wenig tut. Apple hat hier dringend Nachholbedarf. Aber die Zukunft des Macs hängt doch nicht von Touch ID ab. Das wäre ein Gimmick - für mich allerdings ein sehr erfreuliches. Beim iPhone gehört Touch ID zum Alltag, warum nicht auch bei den MacBooks? z. B. eingebettet ins Trackpad. Würde dem Workflow bei Menschen zugute kommen, die nicht so schnell auf der Tastatur unterwegs sind.

Touch ID? Ja, sicherlich ganz nett

Wichtiger ist für mich allerdings aus beruflichen Gründen ein SIM Karten Slot zum Aufbau einer Internetverbindung mit dem MacBook Pro. Es ist mir ein Rätsel, warum es iPads mit SIM Slot gibt, MacBooks aber nicht?!

Genau: sie werden es bekommen...

Von Uli: Aber was solls, wenn sich die Kundschaft mit den papierdünnen Klappspiegeln so etwas neben ihr eiPhone legen wollen, sollen sie es bekommen. Zitat Ende ;-)

... im Gegensatz zu den vernachlässigten professionellen Usern, die seit Jahr und Tag mantraartig ihre Wünsche formulieren und von Apple nicht mehr (oder noch nie) gehört werden/wurden. Und jemand, der mit einer Tastatur oder einem Touchscreen nicht umgehen kann, erzielt auch keinen wirklich messbaren Nutzen aus Touch-ID. Früher wurde über den Militärisch-Industriellen Komplex abgeledert, heute könnte man das über die Hersteller von Hard- und Software trefflichst tun, die sich bereitwillig die Steine gegenseitig in den Garten werfen, um ihre Wertschöpfungsgrundlage nicht zu gefährden: mehrmehrmehr, nicht besserbesserbesser. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Schade nur, dass Apple trotz Umsatzrückgang keinen wirklichen Dämpfer bekommen hat, denn ansonsten MÜSSTEN sie sich in einem kleinen Kämmerlein (dem Campus 2) bald zusammen setzen, und die Strategie wirklich überdenken.